{"id":139,"date":"2015-05-02T13:58:00","date_gmt":"2015-05-02T11:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nf.dpin.de\/?page_id=139"},"modified":"2020-02-16T18:14:09","modified_gmt":"2020-02-16T17:14:09","slug":"beratung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/trans\/beratung\/","title":{"rendered":"Beratung"},"content":{"rendered":"<p>Sich selbst einzugestehen, trans* zu sein, kann bereits eine gro\u00dfe Herausforderung sein. Damit umzugehen und Schritte zu wagen, wird zur n\u00e4chsten gro\u00dfen Herausforderung. Mit aufkommenden Problemen umzugehen wird gleich die n\u00e4chste. Auf diesem Weg durch den Irrgarten von Beh\u00f6rdern und Instutionen wie Krankenkassen und \u00c4rzten zu finden, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben, ist ganz sicher auch noch eine. Viele Herausforderungen also und dies auch noch in einer Zeit, in der man selbst leicht zu verunsichern ist. Das neu gefundene Bewusstsein \u00fcber die eigene Identit\u00e4t ist noch sehr zerbrechlich und all diese m\u00f6glichen Herausforderungen und Hindernisse k\u00f6nnen dann schnell \u00fcberfordern und eher zum Aufgeben als Erfolg f\u00fchren. Beratung kann helfen und unterst\u00fctzen, den eigenen Weg erfolgreich zu finden und zu beschreiten.<\/p>\n<p>Seit 2014 berate ich Trans*-Menschen und ihre An- und Zugeh\u00f6rigen im Rahmen der Selbsthilfegruppe im Siegener andersROOM und online. Vom Dezember bis Oktober 2015 habe ich dazu eine Qualifizierung zur Trans*-Beraterin erfolgreich abgeschlossen, 2017\/2018 habe ich eine solche Qualifizierung im Auftrag der Landesregierung NRW organisiert und durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Zu erreichen bin ich \u00fcber die auf meiner Kontaktseite angegebene <a href=\"http:\/\/nf.dpin.de\/kontakt\/\">eMail Adresse<\/a> oder, in besonders dringenden F\u00e4llen (aber bitte nur in solchen) auch telefonisch unter 0271-39490249. In nicht ganz dringenden F\u00e4llen k\u00f6nnen wir gerne per eMail einen Termin f\u00fcr eine telefonische oder pers\u00f6nliche Beratung vereinbaren.<\/p>\n<p>Es haben sich drei Hauptbereiche herauskristallisiert:<\/p>\n<ul>\n<li>Selbstfindung &#8211; Bin ich Trans*? Und wenn ja, &#8222;wieviel&#8220; Trans* bin ich? Und was folgt daraus?<\/li>\n<li>Transition &#8211; Ich bin Trans*, aber wie gehe ich es nun an? Was kann ich tun? Was muss ich wom\u00f6glich tun? An wen kann oder muss ich mich wenden? Was sage ich dort? Wie erreiche ich mein pers\u00f6nliches Ziel? Wie gehe ich mit Problemen um?<\/li>\n<li>Nachsorge &#8211; Ich habe alles durch und hinter mir, doch ich komme nicht mehr zur\u00fcck in den Alltag? Meiner Partnerschaft ist zerbrochen, was mache ich nun? Am Arbeitsplatz werde ich gemobbed, was kann ich tun? Es war wohl doch nicht das Richtige, ich traue mich aber nicht es zuzugeben?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Oft ist es einfach schon hilfreich, mit einer verst\u00e4ndnisvollen Dritten Person dar\u00fcber zu sprechen. Ratschl\u00e4ge sind oft auch &#8222;Schl\u00e4ge&#8220; &#8211; tue dies, mache das. Dies ist nicht mein Ziel und ich versuche dies auch sehr bewusst zu vermeiden. Im Mittelpunkt steht die ratsuchende Person. Ich bin nicht allwissend und schon gar nicht wei\u00df ich, was f\u00fcr die Person das Richtige w\u00e4re. Gemeinsam erarbeiten wir Strategien und L\u00f6sungen &#8211; zum Umgang mit Problemen und zur Bew\u00e4ltigung der daraus resultierenden Situation.<\/p>\n<p>In meiner psychosozialen Beratung orientiere ich mich stark am Personen zentrierten Beratungskonzept von Carl Rogers. Kurz beschrieben sagt Rogers, in Anlehnung an den Humanismus, jeder Mensch strebt von alleine nach einer Verbesserung seiner Situation und die L\u00f6sung der Probleme ist bereits in jedem angelegt. Sie muss ggf. nur durch die Beratung freigelegt werden. Die Rolle des Beraters bzw. der Beraterin ist es also nicht, das Problem zu analysieren und dann eine L\u00f6sung daf\u00fcr parat zu haben, sondern gemeinsam mit der Person die individuelle L\u00f6sung in der Person zu finden und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Dieses Konzept ist mir sehr wichtig, denn gerade Trans* Menschen sind dabei, sich selbst zu verwirklichen. Sie brechen mit Stereotypen und Klischees und beginnen einen Weg, f\u00fcr den es in unserer Gesellschaft kein etabliertes Modell gibt. Wie k\u00f6nnte man also solchen Menschen konkrete Ratschl\u00e4ge geben, wie sie sich verwirklichen sollen? Nein, die L\u00f6sung liegt in jedem Menschen selbst.<\/p>\n<p>Eine kleine Einschr\u00e4nkung muss man allerdings machen, denn leider ist dieser Weg gerade in Deutschland noch (Stand 2015) von einigen Regeln eingeengt. F\u00fcr bestimmte Ziele ist es leider notwendig, bestimmte Formalismen einzuhalten. Dies wird auch von vielen Trans* Menschen zu Recht als entm\u00fcndigend, erniedrigend und diskriminierend empfunden. Dies ist der Teil der Sachberatung, bei der leider nichts anderes \u00fcbrig bleibt, als auf diese Umst\u00e4nde hinzuweisen und den Ratsuchenden die Notwendigkeiten und Regeln aufzuzeigen, zu erl\u00e4utern und gemeinsam mit der Rat suchenden Person einen Weg durch diese Regeln zu entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sich selbst einzugestehen, trans* zu sein, kann bereits eine gro\u00dfe Herausforderung sein. Damit umzugehen und Schritte zu wagen, wird zur n\u00e4chsten gro\u00dfen Herausforderung. Mit aufkommenden Problemen umzugehen wird gleich die n\u00e4chste. 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