{"id":163,"date":"2015-05-03T18:16:35","date_gmt":"2015-05-03T16:16:35","guid":{"rendered":"http:\/\/nf.dpin.de\/?page_id=163"},"modified":"2021-01-30T23:30:08","modified_gmt":"2021-01-30T22:30:08","slug":"hormone","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/trans\/tipps-hinweise-praktisches\/hormone\/","title":{"rendered":"Hormone"},"content":{"rendered":"<p>Einer der meist ge\u00e4u\u00dferten W\u00fcnsche von Trans* Menschen ist der Wunsch nach gegengeschlechtlichen Hormonen. Die sogenannte &#8222;Hormon Ersatz Therapie&#8220; (HET) oder auf Englisch &#8222;Hormone Replacement Therapy&#8220; (HRT) bedeutet, dass die k\u00f6rpereigenen geschlechtsspezifischen Hormone durch die jeweils anderen ersetzt werden.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#waspassiert\">Was passiert bei der HET\/HRT?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#kannichdasselbst\">Kann ich das nicht selbst machen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#wiekommeichan\">Wie komme ich an die HET\/HRT?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#unddann\">Und dann?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#persoenlicheerfahrungen\">Pers\u00f6nliche Erfahrungen<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"#einstieg\">Einstieg, Antiandrogene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#oestrogene\">\u00d6strogene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#veraenderungengood\">Ver\u00e4nderungen, the good<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#veraenderungenbad\">Ver\u00e4nderungen, the bad and the ugly<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#aenderunghet\">\u00c4nderung HET<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"waspassiert\">Was passiert bei der HET\/HRT?<\/h3>\n<p>Dies f\u00fchrt in der Folge dazu, dass sich der K\u00f6rper in der jeweiligen Richtung zu entwickeln beginnt. F\u00fcr trans* Frauen bedeutet das also eine Verfeinerung des Hautbildes, Umverteilung des K\u00f6rperfetts und vor allem Wachstum der Br\u00fcste. Bei trans* M\u00e4nnern bedeutet es eine Zunahme der K\u00f6rperbehaarung, vor allem einsetzender Bartwuchs, Stimmbruch, Umverteilung des K\u00f6rperfetts und, je nach Veranlagung, teilweiser Verlust der Kopfhaare. Die Fruchtbarkeit wird dadurch ebenfalls eingeschr\u00e4nkt oder geht sogar zeitweise v\u00f6llig verloren. Die meisten Effekte sind, gerade zu Anfang, reversibel. Jedoch geht beispielsweise ein einsetzende Stimmbruch nicht wieder zur\u00fcck, ein beginnender Bartwuchs bleibt bestehen, ausgebildete Br\u00fcste werden wieder etwas kleiner, verschwinden aber nicht wieder v\u00f6llig.<\/p>\n<p>Vor dem Beginn einer HET sollte man sich also halbwegs klar dar\u00fcber sein, dass dadurch bleibende Ver\u00e4nderungen hervorgerufen werden. Wie stark diese ausfallen, ist individuell stark unterschiedlich. Die gr\u00f6\u00dften Ver\u00e4nderungen finden in den ersten zwei bis drei Jahren statt.<\/p>\n<h3 id=\"kannichdasselbst\">Kann ich das nicht selbst machen?<\/h3>\n<p>Nein! Egal wie gro\u00df der Druck ist, bitte nicht selbst experimentieren, insbesondere solange die &#8222;normalen&#8220; Wege noch nicht ausgesch\u00f6pft wurden. Hormone sind keine Drops und k\u00f6nnen erhebliche Nebenwirkungen haben, die man selbst oft erst bemerkt, wenn es schon (fast) zu sp\u00e4t ist. Fast alle k\u00fcnstlich zugef\u00fchrten Hormonpr\u00e4parate verursachen eine mehr oder weniger starke F\u00f6rderung der Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Thrombosen, also Blutverklumpungen. Das kann Infarkte, Schlaganf\u00e4lle und allerlei wirklich b\u00f6sartige Komplikationen verursachen. Unter \u00e4rztlicher Kontrolle ist dies gut in den Griff zu bekommen, doch in Eigenmedikation merkt man dies meist erst, wenn es bereits zu sp\u00e4t ist. Mir sind pers\u00f6nlich F\u00e4lle bekannt, die nur um Haaresbreite nicht t\u00f6dlich verlaufen sind. Das muss alles nicht passieren, doch es gibt ein Risiko und im Fall der F\u00e4lle wird es wirklich sehr unerfreulich.<\/p>\n<p>Einige experimentieren auch mit pflanzlichen Hormon-Ersatzprodukten, z.B. aus Soja, sog. Soja-Isoflavone oder anderen pflanzlichen Hormon-\u00e4hnlichen Pr\u00e4paraten, die meist f\u00fcr cis Frauen zu Beginn der Menopause angeboten werden. Diese Pr\u00e4parate haben f\u00fcr trans* Frauen praktisch keine Wirkung, da sie viel zu niedrig dosiert sind und zudem auch noch einen falschen Wirkmechanismus haben. Sie lindern bei cis Frauen nur die Entzugserscheinungen durch das Ausbleiben der k\u00f6rpereigenen Hormonproduktion, l\u00f6sen aber nicht die Funktion aus, wie die richtigen Hormone. Zudem sind die pflanzlichen Produkte oft vergleichsweise hoch mit Fremdstoffen belastet, die bei der einzunehmenden Menge auf Dauer sch\u00e4dliche Wirkungen haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Also wenn es sich irgendwie vermeiden l\u00e4sst, <strong>bitte keine Selbstmedikation versuchen<\/strong>.<\/p>\n<h3 id=\"wiekommeichan\">Wie komme ich an die HET\/HRT?<\/h3>\n<p>Nun, das ist leider nicht ganz einfach, obwohl es einfach sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Es ist nicht eindeutig geregelt, wann eine gegengeschlechtliche Hormonersatztherapie (HET, engl. HRT) begonnen werden kann. Es gibt zwar Richtlinien, doch dies sind eben &#8222;nur&#8220; Richtlinien und keine festen Regeln. Das ist zwar gut, weil man damit dann auch nicht daran zwingend gebunden ist, doch es hat auch den Nachteil, dass man sich nicht bindend darauf berufen kann. Man ist weitgehend dem Wohlwollen der \u00c4rzt_innen ausgeliefert.<\/p>\n<p>In der Regel wird ein_e begleitende_r Psycholog_in, Psychotherapeut_in oder\u00a0Psychiater_in eine sogenannte Indikation f\u00fcr die Behandlung ausstellen. Die Indikation sagt im Prinzip aus, was der_die Therapeut_in als sinnvolle weitere Behandlung betrachtet &#8211; dies kann also zum Beispiel der Beginn der HET sein.<\/p>\n<p>Die Zeitr\u00e4ume, die bis zum Erhalt der Indikation verstreichen k\u00f6nnen, h\u00e4ngen damit auch davon ab, wann der_die begleitende Therapeut_in dies f\u00fcr sinnvoll und angebracht erachtet. Zudem h\u00e4ngt es davon ab, wen man fragt und wo bzw. wie man krankenversichert ist. Letztlich ist das nicht nur eine medizinische, sondern auch eine finanzielle Frage. Hormone sind noch vergleichsweise g\u00fcnstig, doch viele trans* Menschen streben fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auch deutlich teurere Ma\u00dfnahmen an, die dann auch von der Krankenkasse zu bezahlen sein k\u00f6nnen, weshalb die Kassen sicherstellen wollen, dass dieser Weg f\u00fcr die Patient_in unabdingbar und ohne, wom\u00f6glich g\u00fcnstigere, Alternative ist.<\/p>\n<p>Private Krankenkassen sind recht pragmatisch. Lange Therapien sind auch kostspielig und werden daher oft nicht gefordert. F\u00fcr einige reicht schlicht die Verschreibung durch eine_n \u00c4rzt_in &#8211; ohne Gutachten, Indikation oder Diagnose. Gerade bei den Privaten sollte man also am besten nachfragen, welche Voraussetzungen f\u00fcr welche Ma\u00dfnahmen erf\u00fcllt sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Bei den gesetzlichen Versicherungen wird es ein klein wenig komplizierter. Wie gesagt sind Hormone noch recht g\u00fcnstig, weshalb es daf\u00fcr noch zwei Wege gibt.<\/p>\n<p>Der erste, noch einfache, Weg besteht darin, eine_n \u00c4rzt_in zu finden, die_der die Hormone verschreibt. Dies wird jedoch fast keine_r ohne Weiteres machen, da eine gegengeschlechtliche Hormonbehandlung keine Standard-Therapie ist und die daf\u00fcr verwendeten Medikamente dann f\u00fcr einen sogenannten &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Off-Label-Use\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Off-Label-Use<\/a>&#8220; verwendet werden, also eine Behandlung, f\u00fcr die diese Medikamente nicht zugelassen sind. F\u00fcr eine solche Behandlung ohne triftigen Grund k\u00f6nnen \u00c4rzt_innen in Haftung genommen werden und werden sich daher absichern wollen. Die Absicherung w\u00e4re in diesem Fall dann die Diagnose und Indikation durch eine_n begleitende_n Therapeut_in. Verschreiben kann dann die Hormone praktisch jede_r \u00c4rzt_in, auch der_die Haus\u00e4rzt_in. Es ist allerdings zu empfehlen, zumindest eine endokrinologische Erstuntersuchung bei eine_r Endokrinolog_in durchf\u00fchren zu lassen, um den Allgemeinzustand und vor allem Risikofaktoren abkl\u00e4ren zu lassen.<\/p>\n<p>Die Dauer der psychotherapeutischen Begleitung bis zur Indikation h\u00e4ngt dann vor allem von der betreffenden Person und dem_der Therapeut_in ab. Wenn alles glatt l\u00e4uft, kann es schon nach ca. 3 Monaten losgehen, mir sind F\u00e4lle bekannt, bei denen Therapeut_innen die Indikation bereits nach dem zweiten Termin ausstellten, in anderen F\u00e4llen dauerte es mehrere Monate.<\/p>\n<p>Bei dieser Variante bleibt also zun\u00e4chst die Krankenkasse au\u00dfen vor. Sie k\u00e4me aber dennoch sofort ins Spiel, wenn weitere Ma\u00dfnahmen wie Bart-Epilation, Hilfsmittel wie Per\u00fccken oder Binder oder geschlechtsangleichende Operationen anstehen.<\/p>\n<p>Die zweite Variante besteht darin, von vorne herein mit der Krankenkasse zusammenzuarbeiten, diese zu informieren und nach den speziellen Behandlungsrichtlinien und Voraussetzungen zu fragen. Viele gesetzliche Krankenkasse werden dann den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) beauftragen den Fall zu pr\u00fcfen und die Schritte und Voraussetzungen festzulegen. In meiner Gegend (S\u00fcdwestfalen) ist das so, praktisch alle trans* Patient_innen m\u00fcssen fast alles mit dem MDK abkl\u00e4ren und genehmigen lassen &#8211; auch bereits den Beginn der HET.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Begutachtung und Behandlung gibt es, mittlerweile etwas veraltete, Richtlinien:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mds-ev.org\/media\/pdf\/RL_Transsex_2009.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.mds-ev.org\/media\/pdf\/RL_Transsex_2009.pdf<\/a><\/p>\n<p>Auf Seite 18 im Kapitel &#8222;2.5.1 Arzneimittel \/ gegengeschlechtliche Hormonbehandlung&#8220; ist der Ablauf bis zur HET beschrieben. Im schlimmsten Fall, diese Auslegung kenne ich aus meiner Praxis, kann dies auf bis zu zwei Jahre therapeutische Begleitung hinauslaufen.<\/p>\n<p>Zitat aus den Deutschen Richlinien:<\/p>\n<blockquote><p>Vor der Hormonbehandlung (Mann &#8211; zu &#8211; Frau und Frau &#8211; zu &#8211; Mann) sind folgende Voraussetzungen wesentlich:<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Diagnose einer manifesten Geschlechtsidentit\u00e4tsst\u00f6rung wurde durch einen Psychiater \/ Psychotherapeuten ausreichend anhand der diagnostischen Kriterien \u00fcberpr\u00fcft und gesichert.<\/li>\n<li>Komorbidit\u00e4ten (insbesondere psychische) sind ausreichend stabilisiert bzw. ausgeschlossen.<\/li>\n<li>Die Behandlung beim Psychiater \/ Psychotherapeuten wurde nachweisbar in ausreichender Intensit\u00e4t und Dauer durchgef\u00fchrt (in der Regel mindestens 12 Monate). Der Therapeut ist zu dem klinisch begr\u00fcndeten Urteil gekommen, dass die genannten Ziele der psychiatrisch &#8211; psychotherapeutischen Behandlung erreicht sind.<\/li>\n<li>Der Patient hat das Leben in der gew\u00fcnschten Geschlechtsrolle erprobt (Alltagstest in der Regel mindestens 12 Monate).<\/li>\n<li>Ein krankheitswertiger Leidensdruck liegt vor.<\/li>\n<li>Voraussetzungen und Prognose f\u00fcr die geplante Hormonersatztherapie sind positiv. Hierzu geh\u00f6ren insbesondere auch die Abw\u00e4gung von Kontraindikationen und der Nachweis, dass der \/ die Versicherte \u00fcber Nebenwirkungen und Risiken der Hormonersatztherapie umfassend aufgekl\u00e4rt wurde.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote>\n<p>Im Wesentlichen sind also die Voraussetzungen, eine gesicherte Diagnose Transsexualismus (F64.0), mindestens 12 Monate Begleitung und mindestens 12 Monate Alltagserprobung. Die Begleitungszeit und die Zeit zur Alltgserprobung k\u00f6nnen aber \u00fcberlappend oder sogar der gleiche Zeitraum sein, d.h. es addiert sich nicht unbedingt zu 24 Monaten. Au\u00dferdem steht hier \u00fcberall &#8222;in der Regel&#8220;. Dies sind Richtlinien und keine festen Regeln. Es gibt also einen Ermessensspielraum der Kassen und des MDK.<\/p>\n<p>Hier wieder das Beispiel aus meiner Praxis in S\u00fcdwestfalen, unser MDK besteht bei den meisten F\u00e4llen mindestens auf die vollen 12 Monate begleitete Alltagserprobung, bevor er einer HET zustimmt. Andere Kassen und MDK k\u00f6nnen anders handeln. Die Alltagserprobung in den letzten Jahren in die Kritik geraten und wird heute teilweise auch lockerer und der Lebenssituation der Betroffenen angepasst ausgelegt.<\/p>\n<p>Sophinette Becker, eine der Autorinnen der sogenannten Deutschen &#8222;Standards&#8220;, die fast 1:1 in den MDS Richtlinien \u00fcbernommen wurden, <a href=\"http:\/\/www.dgti.org\/medizinisches.html?id=142\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">schreibt<\/a> in einer Erl\u00e4uterung zu einem Gutachten dazu:<\/p>\n<blockquote><p>Die \u201eStandards\u201c (an denen ich ma\u00dfgeblich mitgewirkt habe) sind vielmehr<br \/>\nformalisierte Rahmenbedingungen, die die konkrete Beurteilung des<br \/>\nEinzelfalls keineswegs ersetzen. Im Bewusstsein dessen haben die<br \/>\nVerfasser der \u201eStandards\u201c fast in allen formalen Angaben den Zusatz \u201ein<br \/>\nder Regel\u201c hinzugef\u00fcgt und darauf hingewiesen, dass es begr\u00fcndete<br \/>\nAbweichungen geben kann.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nIch pl\u00e4diere immer und \u00fcberall f\u00fcr individuelle L\u00f6sungen. Die<br \/>\n\u201eStandards&#8220; wurden auch mit dem Ziel verfasst, dass nicht jede Kasse und<br \/>\njeder MdK immer neue und h\u00f6here Forderungen stellt. In der Praxis leiden<br \/>\ndie meisten Transsexuellen mehr unter den MdKs als unter den Standards.<\/p><\/blockquote>\n<h3 id=\"unddann\">Und dann?<\/h3>\n<p>Seltsamerweise ist die Hormonersatztherapie eigentlich eine Standard-Therapie f\u00fcr Patient_innen, deren nat\u00fcrliche Produktion geschlechtsspezifischer Hormone ausgefallen ist &#8211; bei cis Frauen z.B. nach der Menopause, bei cis M\u00e4nnern nach einer Orchiektomie (Kastration) z.B. bei Hodenkrebs. Bei der gegengeschlechtlichen HET geraten viele \u00c4rzte dann doch ins Schlingern. Als erste Regel w\u00fcrde ich empfehlen, auf das eigene K\u00f6rpergef\u00fchl zu h\u00f6ren und zu vertrauen! Wenn es einem nicht gut geht, dann stimmt auch etwas nicht. Das Ziel kann und darf es nicht sein, dass sich der Gesamtzustand verschlechtert. Das Ziel ist es doch gerade, dass es einem besser geht! Wenn sich also etwas nicht gut anf\u00fchlt, dann dies auf jeden Fall sofort dem_der \u00c4rzt_in mitteilen und gemeinsam nach Alternativen suchen.<\/p>\n<p>Ein oft angewendetes Behandlungsschema beginnt mit niedrig dosierten gegengeschlechtlichen Hormonen und gleichzeitig einem Blocker der k\u00f6rpereigenen geschlechtsspezifischen Hormone.<\/p>\n<h3 id=\"persoenlicheerfahrungen\">Pers\u00f6nliche Erfahrungen<\/h3>\n<p>Es ist eine Gratwanderung, wie sehr ich hier ins Detail gehen m\u00f6chte, oder eben auch nicht. Ich erlebe es immer wieder, dass pers\u00f6nliche Schilderungen als eine Art Fahrplan f\u00fcr alle missverstanden werden, daher betone ich hiermit <strong>ausdr\u00fccklich<\/strong>, dass folgendes meine <strong>pers\u00f6nlichen Erfahrungen<\/strong> sind und eben keine Anleitung. Das kann sich bei anderen alles v\u00f6llig anders verhalten. Dennoch m\u00f6chte ich dies hier \u00f6ffentlich machen, da auch \u00c4rzt_innen immer wieder vor dem Problem stehen wenig Erfahrung zu haben und Erfahrungsberichte dann wertvolle Hilfen sein k\u00f6nnen. In diesem Sinne m\u00f6chte ich meinen Bericht hiermit hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<h4 id=\"einstieg\">Einstieg, Antiandrogene<\/h4>\n<p>Vor gegengeschlechtlichen Hormonen habe ich mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spironolacton\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spironolacton<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Finasterid\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Finasterid<\/a> als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antiandrogene\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antiandrogene<\/a> begonnen. Spironolacton ist eigentlich ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Diuretikum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Diuretikum<\/a>, also zur F\u00f6rderung der Waserausscheidung, hat jedoch in h\u00f6heren Dosierungen (200-300mg pro Tag) eine antiandrogene Wirkung. Diese ist anders als das hierzulande oft verwendete <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cyproteron\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Cyproteronacetat<\/a> (CPA, Androcur), aber dennoch wirksam. CPA ist in anderen L\u00e4ndern, z.B. den USA, nicht zugelassen und dort werden trans* Frauen z.B. mit Spironolacton behandelt. Spiro ist allgemein gut vertr\u00e4glich, man sollte dann etwas mehr trinken und regelm\u00e4\u00dfig den Kalium Spiegel im Blut kontrollieren lassen. Das prim\u00e4re Testosteron wird davon kaum beeinflusst, jedoch die vor allem wirksamen daraus im K\u00f6rper gebildeten Derivate werden reduziert. Als Weiteres nahm ich Finasterid zur Verminderung des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dihydrotestosteron\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dihydrotestosteron<\/a> (DHT), ein Abbauprodukt des Testosterons und sehr wirksames Androgen. DHT ist hauptverantwortlich f\u00fcr den typisch m\u00e4nnlichen Haarausfall, da es sich in den Haarwurzeln ansammelt, verklumpt und diese dadurch absterben. Vor der Einnahme von Finasterid sollte ein Arzt \u00fcberpr\u00fcfen, ob eine bestimmte Prostata Veranlagung vorhanden ist, dies ist mir einem einfachen Bluttest nachpr\u00fcfbar, sog. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Prostataspezifisches_Antigen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PSA Test<\/a>. Tipp: Finasterid 5mg Tabletten verschreiben lassen und diese selbst halbieren. Die 5mg sind viel billiger als 2mg und 1 x 2mg pro Tag reichen v\u00f6llig aus.<\/p>\n<p>Sowohl Spiro also auch Finasterid habe ich sehr gut vertragen und merkte, au\u00dfer leicht erh\u00f6htem Harndrang, keine nennenswerten Nebenwirkungen. W\u00fcnschenswerte Wirkungen waren geminderte Aggressivit\u00e4t, geminderte Libido, weniger Hautunreinheiten und allgemein ein besseres Wohlbefinden, was eigentlich das beste war.<\/p>\n<h4 id=\"oestrogene\">\u00d6strogene<\/h4>\n<p>Etwa ein dreiviertel Jahr nach Beginn der Antiandrogene war mir klar, dass ich nie wieder Testosteron haben wollte. Also lie\u00df ich die <a href=\"http:\/\/nf.dpin.de\/formales-und-medizinisches\/\">Keimdr\u00fcsen operativ entfernen<\/a> und begann mit \u00d6strogenen. Da ich die k\u00fcnstliche Zufuhr von Hormonen f\u00fcr den Rest meines Lebens werde machen m\u00fcssen, wollte ich auf jeden Fall etwas transdermales, also \u00fcber die Haut und nicht als Tablette. Oral (durch den Mund) hat den Nachteil, dass alles was oral eingenommen wird, zuerst durch die Verdauung und dann durch die Leber muss. Damit wird direkt eine Menge der Stoffe verdaut, also nicht mehr wirksam. Die Abbauprodukte sind teils auch nicht so sch\u00f6n, der Abbau belastet die Leber etc. \u00dcber die Haut ist das also viel besser.<\/p>\n<p>Da ich eher faul bin, wollte ich etwas Praktisches und landete bei Pflastern, genauer gesagt Estradot 100. Dies sind etwa 10cm\u00b2 kleine Folien, die auf die Haut geklebt werden. Der Vorteil der Pflaster ist auch, dass sie eher kontinuierlich den Wirkstoff abgeben und nicht wie eine Tablette auf einen Schlag. Im Netz kann man auch zu den verschiedenen Pr\u00e4paraten die Konzentrationskurven finden. Die Pflaster werden dann zweimal pro Woche gewechselt, also zwei Pflaster pro Woche. Ich mache das zur Zeit Dienstag Fr\u00fch und Freitag Abend, hat sich einfach so ergeben.<\/p>\n<p>Bei meinen ersten Nachuntersuchung bei einer Endokrinologin (Endokrinologikum Bochum) hatte ich damit an dem Tag der Untersuchung einen Blut Spiegel von 110pg\/mL. F\u00fcr eine Frau in meinem Alter (zu der Zeit 44) ein guter Wert, etwas oberhalb des Durchschnitts. Ich f\u00fchlte mich auch wohl, die Wechseljahresbeschwerden nach den Testosteronwegfall waren weg.<\/p>\n<h4 id=\"veraenderungengood\">Ver\u00e4nderungen, the good<\/h4>\n<p>In den folgenden Monaten ver\u00e4nderten sich einige Dinge. Grunds\u00e4tzlich waren alle diese Ver\u00e4nderungen bei mir sehr schleichend, fast nichts hat sich innerhalb kurzer Zeit ver\u00e4ndert. Einzig das Anschwellen der Brustwarzen und der Beginn der Brustgewebsbildung setzte in vergleichsweise kurzer Zeit ein &#8211; im Nachhinein kann ich aber auch nicht mehr sagen, wie lange das wirklich brauchte, um sp\u00fcr- und sichtbar zu werden, wenige Wochen vielleicht? Alles danach entwickelte sich eher langsam und unmerklich.<\/p>\n<p>Das alles ist nun etwa zwei Jahre her und daher berichte ich also nun von dem Stand zwei Jahre nach Beginn. Ich muss dazu vorwegschicken, dass ich mit 1,86m Gr\u00f6\u00dfe und 67kg Gewicht eher lang und schlank bin. Allgemein habe ich den Eindruck, dass die K\u00f6rperform sich etwas ver\u00e4ndert hat. Etwas mehr Oberschenkel, etwas weniger Taille (also weniger Umfang). Allgemein haben die Muskeln stark nachgelassen, sie sind nicht mehr markant sichtbar, die K\u00f6rperspannung \/ Muskelspannung ist viel geringer. Die Haut am gesamten K\u00f6rper ist deutlich weicher geworden. Das Bindegewebe hat deutlich nachgelassen, d.h. es &#8222;schlabbert&#8220; nun alles ein wenig. Die K\u00f6rperbehaarung w\u00e4chst langsamer und vielleicht auch ein wenig weniger. Die K\u00f6rperhaare sind etwas d\u00fcnner. Freund_innen sagen, mein Gesicht sei runder, weiblicher geworden. Ich habe weniger Probleme mit Pickeln im Gesicht, weg sind sie leider aber nicht.<\/p>\n<p>Allgemein habe ich den Eindruck, dass auch mein Immunsystem nun etwas anders arbeitet. Dies merke ich vor allem auf zwei Arten. Zum einen hatte ich zuvor immer mal wieder mit etwas Neurodermitis zu tun, im Prinzip seit der Pubert\u00e4t. Trockene und dann in der Folge teils auch leicht wunde und juckende Hautstellen. Insbesondere im Winter tauchten immer wieder Flecken auf, zun\u00e4chst an den Augenlidern, dann am Hals und teils auch am R\u00fccken. Das hat sich nun auf ein paar wenige und viel kleinere Stellen reduziert. Neurodermitis ist ein Autoimmun-Problem, hat also etwas mit dem Immunsystem zu tun. Das andere, dass ich zu merken meine ist, dass z.B. Erk\u00e4ltungen anders verlaufen. Zuvor haben mich, wenn mich denn eine erwischt hat, Erk\u00e4ltungen wirklich leiden lassen. Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein, Lustlosigkeit, einfach ekelig und das alles eben bereits bei einer Erk\u00e4ltung. Heute bin ich auch mit einer Erk\u00e4ltung recht auf der H\u00f6he und leistungsf\u00e4hig. Ich merke zwar, dass da etwas ist, aber es wirft mich nicht mehr so arg aus der Bahn. Ich w\u00fcrde also sagen, ich bin bzgl. Erkrankungen stabiler geworden.<\/p>\n<p>Was viele wohl interessieren wird, Brustwachstum? Ja, aber eher m\u00e4\u00dfig. Ich habe mit 44 angefangen, da kann man nicht mehr viel erwarten, doch es tat sich schon etwas. Zudem bin ich eher der schlanke Typ, was wieder f\u00fcr weniger Brust sorgt. Ich komme heute gerade mal auf ein knappes A-K\u00f6rbchen, was mir etwas zu wenig ist, dazu gleich mehr.<\/p>\n<p>Immer wieder liest man auch von fast wundersamer Haarvermehrung und gro\u00dfartigem Wachstum. Nun, auch ich hatte zuvor in der Mitte etwas lichtere Haarpracht bekommen, auch etwas Geheimratsecken. Das ist zwar inzwischen ein klein wenig besser geworden, aber Wunder habe ich dabei keine erlebt.<\/p>\n<p>Also alles in allem bisher recht positiv. Ich habe keine Schwierigkeiten mit der Hormonersatztherapie (HET), aber es gibt nat\u00fcrlich auch Schattenseiten, die ich nicht verschweigen m\u00f6chte.<\/p>\n<h4 id=\"veraenderungenbad\">Ver\u00e4nderungen, the bad and the ugly<\/h4>\n<p>Ich kann es nicht belegen, aber ich w\u00fcrde sch\u00e4tzen, dass ich nur noch halb soviel Kraft und k\u00f6rperliche Ausdauer habe, als zuvor. Das ist schon teils etwas ern\u00fcchternd. Was ich vorher noch erreichen konnte, wird jetzt wirklich hart oder geht sogar gar nicht mehr. Zudem komme ich jetzt ganz hart an k\u00f6rperliche Leistungsgrenzen. Wo vorher immer noch ein bisschen etwas ging, gibt es heute ganz klare Grenzen. Das macht mir manchmal schon fast etwas Angst. Was mir auch auff\u00e4llt ist, dass ich viel leichter blaue Flecke als zuvor bekomme. Ein leichter Bums, erst sieht man nichts, doch zwei Tage sp\u00e4ter ist die Stelle auf einmal dunkel oder gelb. Also etwas mehr aufpassen.<\/p>\n<p>Ein ganz bl\u00f6der Effekt sind die br\u00fcchigen Fingern\u00e4gel, das ist wirklich sau doof. Damit hatte ich vorher nie zu tun, die waren wie flexibler Kunststoff. Jetzt sind sie teilweise eher wie Hartplastik, brechen bei einem ungeschickten Sto\u00df einfach ab oder rei\u00dfen ganz bl\u00f6d ein. Immer mal wieder habe ich L\u00e4ngsrisse, also von vorne in Richtung Nagelbett. Das ist super fies, da es ewig dauert, bis das wieder ausgewachsen ist, das rei\u00dft immer wieder ein! Und man bleibt immer \u00fcberall damit h\u00e4ngen, ich hasse das!<\/p>\n<p>Es gibt also auch eine Reihe Schattenseiten.<\/p>\n<h4 id=\"aenderunghet\">\u00c4nderung HET<\/h4>\n<p>Bei den Nachuntersuchungen meiner Hormonwerte gingen diese mit 2 Pflastern pro Woche kontinuierlich weiter nach unten, erst etwa 76pg\/mL, dann 54pg\/mL. Zudem hatte ich den Eindruck, etwas Energie eingeb\u00fc\u00dft zu haben, also allgemein Energie \u00fcber den Tag. Nach etwas Recherche kam ich darauf, dass <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Progesteron\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Progesteron<\/a>, ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gestagene\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gestagen<\/a>, vielleicht abhelfen k\u00f6nnte. Au\u00dferdem soll es auch beim Brustaufbau etwas unterst\u00fctzen und die waren mir ja ohnehin noch etwas zu klein. Also bat ich meinen lieben Hausarzt um Progestan, ein Progesteron Pr\u00e4parat. Die Kapseln haben 100mg pro St\u00fcck. Progesteron soll zyklisch genommen werden, eigentlich zur Unterst\u00fctzung des weiblichen Zyklus. Doch man vermutet auch, dass die Rezeptoren des Progesterons f\u00fcr eine dauerhafte Anregung nicht geeignet sind, d.h. sie stumpfen ab. Obwohl ich also keinen Zyklus habe, nehme ich sie nun dennoch zyklisch, 12 Tage 2 x am Tag 100mg, dann 16 Tage Pause, macht 28 Tage Zyklus. Da ich sie nur 12 Tage einnehme und danach 16 Tage Pause mache, finde ich hier auch Tabletten in Ordnung, es g\u00e4be aber auch Progesteron Gel Pr\u00e4parate.<\/p>\n<p>Es hat auch eine leicht verbessernde Wirkung, meine ich, weshalb ich zun\u00e4chst dabei bleibe.<\/p>\n<p>Der gesunkene Estradiol Spiegel machte mir aber etwas Gedanken. 50pg\/mL ist f\u00fcr eine Frau meines Alters OK, das ist, je nach Zyklus Stadium, untere Grenze. Doch ich bin, was meine k\u00f6rperliche Entwicklung betrifft, sozusagen nicht 44, sondern im zweiten Jahr meiner Pubert\u00e4t, da k\u00f6nnte es schon etwas mehr sein? Daher habe ich mir zus\u00e4tzlich Gynokadin Gel verschreiben lassen, von dem ich nun Abends noch einen Hub auf den Armen verteile. Das f\u00fchrte nun dazu, dass, so meine ich es zumindest zu sp\u00fcren, die Br\u00fcste wieder einen kleinen Schubs bekommen haben und ich in den letzten vier Wochen knapp 1cm Umfang zugelegt habe. Da geht noch was!<\/p>\n<p>Mein n\u00e4chster Plan ist, weil offenbar hormonelle Schwankungen &#8222;anregend&#8220; auf verschiedene Funktionen sein k\u00f6nnen, noch etwas mehr in Richtung des weiblichen Zyklus zu probieren. Mit Ende des Progesteron Zyklus werde ich auch das abendliche Gynokadin f\u00fcr 5 Tage aussetzen.<\/p>\n<p>Update 2020:<\/p>\n<p>Jetzt ist das schon einige Jahre alt, inzwischen haben sich noch ein paar Dinge ver\u00e4ndert. Die Sache mit dem Progestan habe ich relativ bald wieder aufgeh\u00f6rt. Zum einen wegen ausbbleibenden signifikanten Ver\u00e4nderungen, vor allem keiner Positiven. Warum also ein zus\u00e4tzliches Risiko eingehen, wenn es keinen Nutzen hat? Den Hormonzyklus habe ich auch aufgeh\u00f6rt, nehme also jetzt durchweg nur noch Estradiol, gleiche Menge, jeden Tag. Zudem bin ich nun schon seit einigen Jahren komplett auf Gynokadin Gel umgestiegen, schlicht weil es die Estradot Pfalster nicht mehr in der hohen Dosierung gibt. Mit Gel geht das auch gut, gut genug auf jeden Fall.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst hatte ich drei bis vier H\u00fcbe Gynokadin verwendet und f\u00fchlte mich damit auch recht wohl. Bei einem l\u00e4ngeren USA Aufenthalt ging mir dann mal das Gynokadin etwas zur Neige, weshalb ich es etwas rationierte, also die Dosierung etwas reduzierte, auf drei H\u00fcbe (einer morgens, zwei Abends) und sp\u00e4ter nur je einen. Ich hatte zuerst den Eindruck, dass ich dadurch etwas &#8222;d\u00fcnnh\u00e4utiger&#8220; geworden sei und ging wieder auf drei H\u00fcbe. Mir fiel aber dann auch auf, dass mit geringerer Dosierung meine Probleme mit den Fingern\u00e4geln nachlie\u00dfen. Also habe ich etwas durchgehalten und bin nun seit Monaten bei nur zwei H\u00fcben am Tag, f\u00fchle mich gut und habe deutlich weniger \u00c4rger mit den N\u00e4geln. Etwas unsch\u00f6n ist, dass ich gerade wieder etwas vermehrt Neurodermitis Flecken habe, doch das kann auch noch ein Dutzend andere Gr\u00fcnde haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einer der meist ge\u00e4u\u00dferten W\u00fcnsche von Trans* Menschen ist der Wunsch nach gegengeschlechtlichen Hormonen. Die sogenannte &#8222;Hormon Ersatz Therapie&#8220; (HET) oder auf Englisch &#8222;Hormone Replacement Therapy&#8220; (HRT) bedeutet, dass die k\u00f6rpereigenen geschlechtsspezifischen Hormone durch die jeweils anderen ersetzt werden. Was passiert bei der HET\/HRT? Kann ich das nicht selbst machen? Wie komme ich an die HET\/HRT? Und dann? 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