{"id":106,"date":"2014-07-17T22:12:00","date_gmt":"2014-07-17T20:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nf.dpin.de\/?p=106"},"modified":"2014-07-17T22:12:00","modified_gmt":"2014-07-17T20:12:00","slug":"was-geschah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/was-geschah\/","title":{"rendered":"Was geschah :)"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt sind schon wieder fast sechs Wochen vergangen &#8211; die Zeit vergeht wie im Flug!<\/p>\n<p>Wie ist es mir also in den letzten Wochen ergangen? Was hat sich ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Nun, eigentlich nicht viel und doch eigentlich alles. Die Normalit\u00e4t ist fast endg\u00fctlig hergestellt. Ich denke im normalen Alltag kaum noch daran oder dar\u00fcber nach, dass ich vor einiger Zeit noch ganz anders aufgetreten bin und wahrgenommen wurde. Heute ist es f\u00fcr mich eine Selbsterst\u00e4ndlichkeit, mich als Frau zu zeigen und erwarte jetzt auch als solche erkannt und angesprochen zu werden. Ich muss gestehen, dass es mich zunehmend schmerzt, wenn dann doch noch dem ein oder anderen ein &#8222;er&#8220; oder mein alter Name rausrutscht. Das ist zwar einerseits v\u00f6llig verst\u00e4ndlich, dass gerade Menschen, die mich bereits jahrelang kannten, dies nicht von jetzt auf gleich \u00fcber Board werfen k\u00f6nnen. Doch mein Selbstempfinden und Selbstverst\u00e4ndnis wird dadurch zunehmend ersch\u00fcttert, obwohl ich das eigentlich nicht m\u00f6chte. Ich m\u00f6chte Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr haben, aber dennoch sp\u00fcre ich es wie kleine Nadelstiche.<\/p>\n<p>Aber das ist wirklich jammern auf ganz hohem Niveau. Denn eigentlich habe ich ein schier unglaubliches Gl\u00fcck und bisher, immerhin gut acht Wochen nach meinem \u00f6ffentlichen Wechsel, kann ich eigentlich nichts Negatives berichten. Mein gesamtes Umfeld akzeptiert mich, so wie sie mich auch vorher als Mann auch akzeptiert haben. Sogar bei den Kunden, ich bin selbstst\u00e4ndig mit einer kleine Firma in der aktuell 10 Leute arbeiten, sorgte meine &#8222;kleine Ver\u00e4nderung&#8220; f\u00fcr praktisch kein Problem. Einem Kollege eines Kunden konnte ich allerdings am Telefon anmerken, dass er damit ein Problem hatte. Also fragte ich ihn, was das Problem sei und ob ich ihm vielleicht helfen k\u00f6nne dies zu \u00fcberwinden. Sein Problem war ganz einfach &#8211; dadurch, dass er sich das so recht \u00fcberhaupt nicht vorstellen konnte, wie sich soetwas anf\u00fchlen k\u00f6nnte, dass es einen Menschen zu solch einen drastischen Schritt treibt, konnte er auch f\u00fcr mich kaum Verst\u00e4ndnis aufbringen. Er tolerierte es zwar, aber ich sp\u00fcrte schon eine deutliche Distanz.<\/p>\n<p>Also habe ich versucht, es ihm etwas begreiflich zu machen. Dazu sollte ich sagen, dass dieser Kollege ein Paradebeispiel eines Mannes ist &#8211; Vollbart, kr\u00e4ftig gebaut und lebt ganz offenbar seine M\u00e4nnlichkeit aus.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn schrieb ich daraufhin folgenden Erkl\u00e4rungsversuch:<\/p>\n<p>&#8220;<br \/>\nAlso zun\u00e4chst zu dem Warum, wie kommt man auf so eine krasse Idee?<\/p>\n<p>Dazu m\u00f6chte ich vorweg schicken, dass das bei mir, wie bei vielen anderen meiner Leidensgenossinnen und -Genossen, ein langer und harter Weg ist, sich schlussendlich dar\u00fcber bewusst und klar genug zu werden, um eine solch weitreichende Entscheidung zu treffen. Ich habe daf\u00fcr \u00fcber 30 Jahre gebraucht, denn im Prinzip wei\u00df ich solange schon, dass ich ein Problem in dieser Richtung habe.<\/p>\n<p>Das ist nicht leicht zu verstehen und noch viel schwerer nachzuvollziehen. Ich versuche es mal an einem Gedankenexperiment.<\/p>\n<p>Versuchen Sie sich einmal von allgemeinen gesellschaftlichen Konventionen Ihres Umfeldes zu l\u00f6sen. Sagen wir mal, Sie seien alleine auf einer einsamen Insel, kein anderer dort und auch keine Gefahr, dass pl\u00f6tzlich ein Dritter auftaucht. Bedingung f\u00fcr diesen Aufenthalt ist allerdings, dass Sie sich dort als Frau aufhalten m\u00fcssten &#8211; Kleidung und entsprechende weitere Accessoires, ggf. etwas Make-Up, vielleicht so, wie die durchschnittliche Kollegin in Ihrer Firma.<\/p>\n<p>Das ist jetzt sicherlich spontan f\u00fcr Sie ein v\u00f6llig abwegiger Gedanke. Verst\u00e4ndlich! Mal angenommen Sie w\u00fcrden es dennoch machen, wie w\u00fcrde sich das wohl anf\u00fchlen, sich so dort aufzuhalten?<\/p>\n<p>Ich w\u00e4re mir sicher, Sie f\u00fchlten sich falsch, verkleidet und nicht Ihrer Pers\u00f6nlichkeit entsprechend. Jetzt sind das alles nur &#8222;Sachen&#8220; und man k\u00f6nnte argumentieren, nuja, da ist nichts dran, was wirklich geschlechtsspezifisch w\u00e4re, bspw. im Gegensatz zu Damen-Hygieneartikeln, die wirklich nur bei einer biologischen Frau Sinn machen. Aber ein Rock? Ohrringe? Make-Up? Das w\u00fcrde in gleichem Ma\u00dfe auch an einem M\u00e4nnerk\u00f6rper funktionieren. Also was ist es dann, was einem das Gef\u00fchl vermittelt, dass das, was man da tut, so falsch ist?<\/p>\n<p>Da spielen viele Dinge mit hinein, wie Sozialisation und Erziehung. Wir haben bestimmte antrainierte Rollenbilder im Kopf, \u00fcber die wir uns nur schwer hinwegsetzen k\u00f6nnen und diese beeinflussen massiv unser Denken und Empfinden. Sie identifizieren sich voll und ganz als Mann. Das bedeutet f\u00fcr Sie dann, dass Sie sich auch ihrem pers\u00f6nlichen Bild der Rolle &#8222;Mann&#8220;, wie Sie es seit vielen Jahren erlernt haben, ganz nat\u00fcrlich zeigen, geben und verhalten. Sie f\u00fchlen sich auch in dieser Rolle mit ihren \u00e4u\u00dferen Merkmalen wohl, richtig und stimmig. Gezwungen zu sein, die Merkmale der anderen Geschlechterrolle zu zeigen, w\u00fcrde Ihnen massiv widerstreben, weil es Ihrem eigenen Empfinden Ihrer Pers\u00f6nlichkeit und Ihrer Identit\u00e4t ganz und gar nicht entspr\u00e4che.<\/p>\n<p>Und das ist genau der Punkt. So f\u00fchlte ich mich die ganzen Jahre in der m\u00e4nnlichen Rolle. Es passte nicht, es stimmte nicht und ich konnte mich damit nicht identifizieren. Das f\u00fchrt dazu, dass ich mich st\u00e4ndig unsicher f\u00fchlte, weil ich eben einen Teil von mir verstecken musste, da er nicht zur &#8222;Rolle&#8220; passte und nicht zu dem, was man von mir erwartete.<\/p>\n<p>Warum das so war und ist, kann ich nicht erkl\u00e4ren. Genaugenommen kann das bis heute niemand, doch alle wissenschaftlichen Disziplinen, die sich bisher mit dem Thema Transsexualit\u00e4t besch\u00e4ftigt haben, sagen eindeutig, dass es eben diese individuelle Geschlechtsidentit\u00e4t gibt. Jeder Mensch hat eine, doch wie sie gebildet wird, wei\u00df man nicht. Man wei\u00df nur, dass sie schon zur Geburt vorhanden und nicht ver\u00e4nderbar ist.<\/p>\n<p>Sie fragten auch nach solchen Dingen wie Geschlechtsangleichende OP.<\/p>\n<p>Nun, das ist recht individuell. Die ganze Sache ist ja eine reine Gef\u00fchlssache und so ist es auch recht unterschiedlich und sollte es auch sein. Solche OPs sind doch sehr gro\u00dfe und risikoreiche Eingriffe und daher sollte man sich das sehr gut \u00fcberlegen. Die Grundfrage dabei ist dann, &#8222;st\u00f6rt&#8220; einen das wirklich so sehr, dass man dieses massive Risiko in Kauf nehmen m\u00f6chte bzw. muss? Ich f\u00fcr mich kann sagen, ja, ich w\u00e4re ganz sicherlich sehr gl\u00fccklich, wenn mein K\u00f6rper mit einem Knall in allen Details dem einer Frau entspr\u00e4che. Doch diesen &#8222;Knall&#8220; gibt es nicht und so w\u00e4re es ein sehr beschwerlicher und risikoreicher Weg mit sehr ungewissem Ausgang. Also mache ich lieber nur das, was ich unbedingt \u00e4ndern muss und von dem das Risiko \u00fcberschaubar ist. Eine gro\u00dfe Geschlechtsangleichende OP steht daher auf meinem Wunschzettel zur Zeit recht weit hinten an.<\/p>\n<p>Ich komme so ganz gut klar. Das kann sich aber auch ver\u00e4ndern. Ich stehe jetzt noch sehr am Anfang und beginne gerade erst meiner Identit\u00e4t entsprechend auch im Alltag zu leben &#8211; seit jetzt knapp vier Wochen. Es kann sehr gut sein, dass sich in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten noch so einiges ver\u00e4ndert. Der einzige Weg dies herauszufinden ist aber, es ergebnisoffen auf sich zukommen zu lassen. Es gibt keine Tests, mit denen man eindeutige Aussagen treffen k\u00f6nnte, was denn wie f\u00fcr wen richtig sei. Gl\u00fccklicherweise gibt es auch keine gesetzlichen oder anderen Vorschriften mehr, die einen in diesen Entscheidungen bevormunden w\u00fcrden. Das war bis 2011 anders, wurde aber durch das Bundesverfassungsgericht untersagt.<\/p>\n<p>Sie fragten danach, ob das nicht inkonsequent sei?<\/p>\n<p>Nunja, ich denke nein. Denn das, was Sie dabei als &#8222;konsequent&#8220; voraussetzen ist ein Bild, dass so auch nur in der Idealvorstellung existiert. Kein Mensch gleicht dem anderen und es gibt schon alleine soviele nat\u00fcrliche Variationen, die dieses intuitive Bild massiv ersch\u00fcttern w\u00fcrden. Mann und Frau sind lange nicht so eindeutig, wie man sich das spontan vorstellen w\u00fcrde &#8211; dazu habe ich gerade einen l\u00e4ngeren Vortrag gehalten. F\u00fcr die Mehrheit der Menschen trifft das sicherlich zu. Doch f\u00fcr ca. 20% der Bev\u00f6lkerung nicht. Nur merkt man es ihnen in der Regel nicht offensichtlich an, so wie Sie es mir auch nicht anmerken, mal platt gesprochen, was ich &#8222;in der Hose&#8220; habe.<\/p>\n<p>Etwa 10% der Bev\u00f6lkerung empfinden eine, wie stark auch immer ausgepr\u00e4gte, Diskrepanz zwischen ihrem biologischen Geschlecht und ihrem Geschlechtsidentit\u00e4tsempfinden. F\u00fcr die meisten dieser 10% sind es nur Gedanken und sie kommen damit ohne Ver\u00e4nderungen klar. Doch f\u00fcr 1,7% bis ca. 4% ist diese Diskrepanz so stark, dass sie sich dazu gezwungen sehen, Ver\u00e4nderungen zuzulassen.<\/p>\n<p>So war es eben auch bei mir. Diese Diskrepanz hat mich zunehmend belastet und meinen Alltag beeinflusst. St\u00e4ndig war da diese Unsicherheit und die Belastung aus dem Gef\u00fchl heraus, dass das, was man da empfindet, etwas v\u00f6llig abwegiges, ja sogar fast verwerfliches sei. Es dauerte f\u00fcr mich dann eben jene \u00fcber 30 Jahre dar\u00fcber hinweg zu kommen und mich selbst endlich so anzunehmen, wie ich nunmal bin. Ich kann nichts daf\u00fcr, dass es so ist und dagegen anzuk\u00e4mpfen, was ich diese Jahre versucht hatte, war v\u00f6llig sinnlos.<\/p>\n<p>Jetzt wo ich endlich selbst dazu stehen und es zudem auch noch offen leben kann, ver\u00e4ndern sich viele Dinge zum Positiven. Die Unsicherheit ist verschwunden. Ich kann offener und freier mit anderen Menschen umgehen. Ich bin ruhiger geworden, gespr\u00e4chsbereiter. Und ich f\u00fchle mich endlich wohl &#8222;in mir&#8220; und kann mich morgens im Spiegel anl\u00e4cheln.<\/p>\n<p>F\u00fcr jemanden, der diese Gef\u00fchle noch nie hatte, ist das sicherlich alles etwas abgehoben und klingt vielleicht etwas seltsam. Doch ich hoffe, dass Ihnen obige Erkl\u00e4rungen zumindest einen kleinen Einblick geben konnte, was einen doch dazu treiben kann.<br \/>\n&#8220;<\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter antwortete er mir und bedankte sich f\u00fcr diese f\u00fcr ihn anschauliche Erkl\u00e4rung. Seitdem haben wir wieder den gleichen Kontakt wie zuvor.<\/p>\n<p>Auch ein langj\u00e4hriger Freund war nach dieser &#8222;Offenbarung&#8220; etwas zur\u00fcckhaltend und antwortete zun\u00e4chst nicht auf meine eMail. Etwas sp\u00e4ter traf ich ihn bei einer Grillfeier eines Freundes wieder. Ich meinte schon zu merken, dass er den direkten Kontakt mit mir mied. Am Buffet trafen wir uns dann doch direkt und ich sprach ihn also vorsichtig darauf an. Erstaunlicherweise hatte er mit der Tatsache an sich eigentlich gar kein wirkliches Problem. Sein Problem war schlicht, dass er nicht wusste, wie er damit und dann mit mir umgehen sollte und deshalb wusste er auch nicht, was er auf meine eMail h\u00e4tte antworten sollen. Es war ihm deutlich anzumerken, dass er eigentlich Angst davor hatte, dass ich mich dadurch auf einmal in irgendeiner Form drastisch ver\u00e4ndern k\u00f6nnte. Doch nach ein paar Minuten lockerer Plauderei und der Versicherung, dass ich mich dadurch ganz sicher als Person nicht nennenswert ver\u00e4ndern w\u00fcrde, war das Eis gebrochen. Seitdem k\u00f6nnen wir auch uns wieder ganz normal begegnen.<br \/>\nProbleme wie diese werden wir immer wieder im Alltag haben. Oft werden wir sie sicherlich gar nicht mitbekommen, denn nicht mit allen Personen, denen wir begegnen, haben wir ausreichen lange Kontakt, um davon \u00fcberhaupt zu erfahren. Mein Eindruck ist, dass diese Probleme nach wie vor auf massiver Unwissenheit beruhen. Fast niemand wei\u00df etwas \u00fcber Transgender im Allgemeinen oder Transsexuellen im Besonderen. Wie sollten sie uns daher spontan &#8222;verstehen&#8220;, wenn wir ihnen begegnen? Das ist illusorisch und naiv. Wir m\u00fcssen also daf\u00fcr sorgen, dass es mehr Aufkl\u00e4rung gibt. Erst dann wird dies aufh\u00f6ren.<br \/>\nDoch es gibt nat\u00fcrlich auch viel Sch\u00f6nes und Positives \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Vor jetzt knapp drei Wochen war ich ein paar Tage in Berlin bei einer Business Veranstaltung. Was ich nicht so wirklich wusste war, dass dies eine doch eher freakige Veranstaltung war. Ich erschien dort dann im netten Business Kost\u00fcm und f\u00fchlte mich etwas over-dressed. Doch wie sagte mein Schwiegervater in-spe: Man kann nie zu gut angezogen sein. Also machte ich mir nichts daraus. Einen Abend auf dem R\u00fcckweg von der Veranstaltung ins Hotel, es war schon sp\u00e4t und ich hatte noch nichts zu Abend gegessen, endete ich in einer der \u00fcberall in Berlin vorhandenen D\u00f6ner-Buden um die Ecke meines Hotels. Beim Betreten war ich doch ein klein wenig verunsichert, denn man wei\u00df ja, dass arabisch\/muslimische M\u00e4nner schon ein f\u00fcr uns Europ\u00e4er recht seltsames Frauenbild haben. Und wenn dann zu dem noch eine Frau dort auftaucht, die man vielleicht (oder vielleicht auch nicht?) als nicht ganz &#8222;normal&#8220; erkennen k\u00f6nnte, was w\u00fcrde dann wohl passieren?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich nichts.<\/p>\n<p>Zum Essen meines D\u00fcr\u00fcm setzte ich mich an einen der Tische und am Tisch gegen\u00fcber sa\u00dfen zwei M\u00e4nner, die recht augenscheinlich eher aus der S\u00fcd-Amerikanischen Region stammten &#8211; Brasilien vielleicht? Peru? Keine Ahnung. Dem einen der beiden, dem sogar besser aussehenden, fiel ich offenbar auf &#8211; nunja, das ist auch nicht so schwer, mit Pumps gut 1,90m lang, schlank, Knie langer Rock, wei\u00dfe Bluse und Blazer, das war schon schick, etwas zu schick f\u00fcr die D\u00f6ner Bude vielleicht.<\/p>\n<table class=\"tr-caption-container\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;text-align: center\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center\"><a style=\"margin-left: auto;margin-right: auto\" href=\"http:\/\/2.bp.blogspot.com\/-alY3oJHgwdw\/U9afkc8YbWI\/AAAAAAAAAEQ\/01ZDdQnHB5A\/s1600\/nf-kunde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/2.bp.blogspot.com\/-alY3oJHgwdw\/U9afkc8YbWI\/AAAAAAAAAEQ\/01ZDdQnHB5A\/s1600\/nf-kunde.jpg\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"320\" border=\"0\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"tr-caption\" style=\"text-align: center\">So sieht Nicole im Business Dress aus<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Ich merkte recht schnell, dass er mich immer wieder ansah und dann sprach er mich an. Woher ich denn k\u00e4me, ob ich aus der Gegend sei, was ich denn in Berlin machte, ob ich \u00f6fter da sei etc. Ich antwortete brav, zur\u00fcckhaltend, also mit wenig Details, aber ich erz\u00e4hlte ihm doch alles. Dann Pause von ihm. Dann n\u00e4chster Anlauf, er fragte mich nach meiner Visitenkarte, was ich aber dann doch freundlich ablehnte &#8211; das ging mir dann schon etwas zu weit. Langsam war ich etwas verunsichert, was er von mir wollte. Als ich gegessen hatte und aufstand um zu gehen, z\u00fcckte er seine Karte und bot sie mir an.<\/p>\n<p>Jetzt war mir endlich klar was er wollte! Der hatte doch in der Tat mit mir geflirtet! Ich Dussel hab&#8217;s nicht gemerkt! Nunja, war ja auch das erste mal, dass ich so offen angemacht wurde und dann auch noch von einem Mann \ud83d\ude42 Jetzt wo mir das endg\u00fcltig klar war, zeigte ich ihm im Vorbeigehen meinen Ring am Finger, wackelte damit und zuckte mit den Schultern. Das verstand er &#8211; ich war bereits vergeben, tut mir leid.<\/p>\n<p>Das war schon ein Erlebnis \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Dies sind nun diese kleinen anderen Ver\u00e4nderungen, die sich nun im Alltag ergeben und die ich langsam lernen muss. Manche Dinge sind f\u00fcr Frauen, v\u00f6llig wertfrei, einfach etwas anders. Als Frau wird man anders betrachtet. F\u00fcr andere Frauen ist man potentielle Konkurrenz, f\u00fcr M\u00e4nner potentielles Eroberungsziel. Als Mann gab es soetwas f\u00fcr mich nicht \ud83d\ude09 Eigentlich hatte ich als Mann nie das Gef\u00fchl betrachtet und schon gar nicht begutachtet zu werden. Das ist f\u00fcr Frauen und etwas spezielle Frauen wie mich im Besonderen schon eine etwas andere Nummer.<\/p>\n<p>Als Frau bekomme ich nun die T\u00fcr aufgehalten, anstatt sie selbst aufzuhalten. Was manchmal zu am\u00fcsanten kleineren Zwischenf\u00e4llen f\u00fchrt, denn ich bin eigentlich ein h\u00f6flicher und zuvorkommender Mensch. Also greife ich eigentlich lieber selbst zur T\u00fcrklinke als den Mann vor zu lassen, um dies f\u00fcr mich zu erledigen. Das f\u00fchrt dann schon manchmal zu kleineren Verwicklungen \ud83d\ude42 Aber alles nett und positiv, also nichts, \u00fcber das man sich beschweren oder sogar aufregen m\u00fcsste. Ich muss dabei eher immer mal wieder innerlich schmunzeln.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich war es beim ersten mal im Restaurant mit einer Gruppe Herren eines Kunden. Also eine fast ausschlie\u00dfliche M\u00e4nnerrunde &#8211; au\u00dfer mir. F\u00fcr mich ist das auch noch etwas neu, nun die Henne im Korb zu sein. In besagtem Lokal f\u00fchrte das dann einfach dazu, dass ich die Speisekarte als erstes bekam, vor meinen G\u00e4sten, den Kunden. Das lie\u00df mich auch kurz innerlich zusammenzucken und ich war schon fast dabei abzulehnen, als mir bewusst wurde, warum das gerade so passierte und ich dann doch freundlich l\u00e4chelnd die Karte annahm.<\/p>\n<p>Es sind solche Erlebnisse, die es einfach sch\u00f6n machen, endlich so zu leben, wie man es f\u00fcr sich selbst als richtig empfindet. Nicht weil ich zuerst die Karte bekomme oder keine T\u00fcren mehr selbst aufmachen m\u00fcsste, sondern weil mir solche Erlebnisse zeigen, dass mich auch das Umfeld als das wahrnimmt und vor allem annimmt, wie ich es f\u00fcr mich als richtig empfinde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt sind schon wieder fast sechs Wochen vergangen &#8211; die Zeit vergeht wie im Flug! Wie ist es mir also in den letzten Wochen ergangen? Was hat sich ver\u00e4ndert? Nun, eigentlich nicht viel und doch eigentlich alles. Die Normalit\u00e4t ist fast endg\u00fctlig hergestellt. Ich denke im normalen Alltag kaum noch daran oder dar\u00fcber nach, dass ich vor einiger Zeit noch&#8230; <a href=\"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/was-geschah\/\">Read more &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,6],"tags":[],"class_list":["post-106","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-trans"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=106"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=106"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=106"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=106"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}