{"id":1657,"date":"2021-01-02T20:59:42","date_gmt":"2021-01-02T19:59:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/?p=1657"},"modified":"2021-01-10T15:50:43","modified_gmt":"2021-01-10T14:50:43","slug":"trans-sichtbarkeit-und-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/trans-sichtbarkeit-und-medien\/","title":{"rendered":"Trans* Sichtbarkeit und Medien"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass eines der gr\u00f6\u00dften Probleme f\u00fcr trans* Menschen nach wie vor die weitgehende Unwissenheit \u00fcber Trans* in der Bev\u00f6lkerung ist. Dies ist ein Problem f\u00fcr beide Seiten, f\u00fcr cis und f\u00fcr trans* Menschen gleicherma\u00dfen. Fuer cis Menschen ist es nach wie vor schwer vorstellbar, was einen Menschen dazu treiben kann, das bei Geburt zugewiesene Geschlecht anzuzweifeln und ggf. teils drastische Ver\u00e4nderungen machen zu m\u00fcssen. F\u00fcr trans* Menschen wiederum sorgt die Unwissenheit und das Fehlen von Vorbildern und Role Models f\u00fcr gro\u00dfe Verunsicherung. Ist es falsch, was ich da empfinde? Darf ich das? Darf ich dies f\u00fcr mich in Anspruch nehmen? Und wenn ja, was mache ich nur daraus?<\/p>\n<p>Durch mehr \u00d6ffentlichkeit und mehr Sichtbarkeit kann ein Wandel in der Wahrnehmung stattfinden. Vom &#8222;Sonderbaren&#8220; zum Normalen und zu mehr Akzeptanz. Schaut man etwas zur\u00fcck in die Menschheitsgeschichte, so sieht man, dass es LSBTTIQ* Menschen schon immer gab, nur der Umgang der Gesellschaft damit hat sich immer wieder gewandelt, je nachdem welche Normen gerade angewandt wurden &#8211; und werden, denn in den westlichen Industriegesellschaften ist es prim\u00e4r das Heteronormativ, welches dann auch zum Problem wird. Das dies nicht so sein muss, zeigen andere Gesellschaftsformen und Kulturen. LSBTTIQ*, und Trans* Menschen im Besonderen, sind ebenso nat\u00fcrlich, wie cis und heterosexuelle Menschen.<\/p>\n<p>Doch die Ausgrenzung und Unterdr\u00fcckung versucht diese Bev\u00f6lkerungsgruppe unsichtbar zu machen, weshalb nur wenig Wissen in der Bev\u00f6lkerung vorhanden ist. Selbst in der Wissenschaft ist vieles noch unklar, da auch die Wissenschaft in diesem Bereich keinesfalls frei von Vorurteilen und gesellschaftlichen Normen ist. Das alles f\u00fchrt dazu, dass wir bis heute nicht wissen, wie gro\u00df der Anteil von LSBTTIQ* und trans* Menschen im Besonderen in der Bev\u00f6lkerung ist. Manche glauben, es seien nur wenige trans* Menschen, denn sie h\u00e4tten noch keine getroffen. Sie haben vielleicht noch keine bewusst getroffen, doch realistisch betrachtet werden sie welche getroffen haben, diese aber nur als solche nicht erkannt haben. Das Bewusstsein \u00fcber trans* Menschen hat hier also eine Wahrnehmungsl\u00fccke, die auch einen guten Grund hat, dazu gleich mehr.<\/p>\n<p>Daher ist Sichtbarkeit, finde ich, so wichtig. Um zu zeigen, dass trans* Menschen existieren, dass es viele sind, \u00fcberall, in allen Bereichen der Gesellschaft, dass trans* zu sein genauso normal ist wie cis zu sein, dass trans* zu sein kein tragisches Schicksal ist, sondern einfach nur eine der vielen Formen menschlichen Lebens.<\/p>\n<p>Sichtbarkeit ist aber auch ein zweischneidiges Schwert. Unsere Gesellschaft hat leider nicht viel \u00fcbrig f\u00fcr das &#8222;Andere&#8220;. Prof. Milton Diamond, US Amerikanischer Biologe und Aufdecker eines sexualwissenschaftlichen Skandals, der auch gr\u00f6\u00dfere Bedeutung f\u00fcr die trans* Wissenschaft hat, formulierte es einmal treffend:<\/p>\n<blockquote><p>Nature loves variety,<br \/>\nsociety unfortunately hates it.<\/p><\/blockquote>\n<p>Was nicht der vorherrschenden gesellschaftlichen Norm entspricht, erf\u00e4hrt meistens Widerstand. St\u00e4ndig Widerst\u00e4nden entgegen treten zu m\u00fcssen, halten nicht alle Menschen beliebig lange aus. Es ist em\u00fcdend, eine st\u00e4ndige Anstrengung, st\u00e4ndiger Kampf um Selbstbehauptung. Die Sozialwissenschaften nennen es Minorit\u00e4tenstress, der soziele Druck, dem sich Minderheiten, egal welche, tagt\u00e4glich ausgesetzt sehen. Sichtbar zu sein bedeutet, sich noch mehr solchem Stress auszusetzen. Manche trans* Personen halten dies recht lange aus, andere nicht. Viele trans* Personen erfahren diesen Stress ganz direkt im Rahmen ihrer Transition, f\u00fcr andere, vor allem nicht bin\u00e4re trans* Personen, bleibt es ein lebenslanger Kampf.<\/p>\n<p>Indem mehr trans* Sichtbarkeit hergestellt wird, kann ein wenig von diesem Druck genommen werden. Ganz beseitigen werden wir ihn wohl nie k\u00f6nnen, doch mit ein wenig abmildern w\u00e4re vielen Menschen bereits sehr geholfen. Denn dieser gesellschaftliche heteronormative Druck ist es schlussendlich auch der daf\u00fcr sorgt, dass das Coming Out von trans* Menschen ein gro\u00dfer Kampf ist &#8211; mit sich selbst und im Anschluss mit dem Umfeld. Ohne Vorbilder und Role Model ist es zun\u00e4chst der Kampf mit sich selbst um die Frage, warum f\u00fchle ich so? Warum scheinbar nur ich? Bin ich kaputt oder krank? Niemand au\u00dfer mir ist so wie ich, ich bin einsam und alleine in meinem F\u00fchlen, ich kann nicht einmal in Worte fassen, was mich bewegt und bedr\u00fcckt, da mir die Sprache dazu fehlt. Wenn das alles fehlt, bin ich also falsch? Also zwinge ich mich dazu, mich einzuf\u00fcgen, mich anzupassen, um zu sein, wie andere es von mir erwarten. In der Folge bleiben trans* Personen eben unsichtbar, sie haben gelernt nicht aufzufallen und unterdr\u00fccken ihr wahres Selbst.<\/p>\n<p>F\u00fcr manche geht dies sehr lange einigerma\u00dfen gut, f\u00fcr andere nicht. Trans* Menschen sind \u00fcberprotional suizidgef\u00e4hrdet &#8211; eine Studie in den USA fand eine zehnfach h\u00f6here Suizidalit\u00e4t unter trans* Jugendlichen (ca. 47% statt ca. 4,5% in der restlichen Bev\u00f6lkerung). Gl\u00fccklicherweise wird dies in den letzten Jahren etwas besser. Durch das Internet sind Informationen freier verf\u00fcgbar, trans* Menschen k\u00f6nnen sich leichter finden und austauschen, trans* Menschen finden ihre Role Model und k\u00f6nnen Mut fassen, sie selbst zu sein.<\/p>\n<p>Steigt der Anteil von trans* Menschen in der Bev\u00f6lkerung dadurch? Das ist eine aktuell schwer oder eigentlich gar nicht zu beantwortende Frage, denn wir hatten noch nie irgendwelche verl\u00e4sslichen Zahlen, auch heute nicht. Wir k\u00f6nnen lediglich beobachten, dass die Fallzahlen in trans* Sprechstunden, Beratungsstellen, Behandlungszentren etc. steigen, teils drastisch. In der trans* Ambulanz in Amsterdam wurden j\u00e4hrlich um den Faktor zehn steigende Fallzahlen beobachtet, in anderen L\u00e4ndern ist dies \u00e4hnlich. Fast in gleichem Mass wie die Fallzahlen steigen, sinkt das Durchschnittsalter bei der Erstvorstellung.<\/p>\n<p>Kritiker_innen sprechen von &#8222;sozialer Ansteckung&#8220;, einem &#8222;Hype&#8220; oder gar &#8222;Modeerscheinung&#8220;. Stichhaltig begr\u00fcnden k\u00f6nnen sie diese These aber nicht, die nackten Fallzahlen geben das nicht her. Dennoch wird sogar von manchen Fachpersonen schon fast Panik gesch\u00fcrt und zu einem stark restriktiven Vorgehen aufgerufen, bishin zu psychotherapeutischen Versuchen zur &#8222;Auss\u00f6hnung mit dem Geburtsgeschlecht&#8220; und sehr viel st\u00e4rkerem Paternalismus und Gate-Keeping.<\/p>\n<p>Zu allem \u00dcberfluss gesellen sich nun auch noch Feministinnen zu dieser Gruppe, die sogenannten TERFs &#8211; Trans Exclusive Radical Feminists, eine Prominente dieser Denkweise ist unter anderem J. K. Rowling, die daf\u00fcr auch bereits einige Kritik hat einstecken m\u00fcssen. Von diesen werden krude Gedankenmodelle ersonnen, wie &#8222;Frauen sind nur jene die geb\u00e4ren k\u00f6nnen&#8220;, was also allen unfruchtbaren Frauen ihr Frausein abspricht? Also der n\u00e4chste krude Definitionsversuch &#8222;Frauen sind nur jene die menstruieren&#8220;, was nat\u00fcrlich der gleiche Unsinn ist. Begr\u00fcndet wird dies dann auch noch damit, dass angeblich gerade trans* weibliche Menschen der Versuch des Patriachats seien, exklusive Frauenr\u00e4ume zu unterwandern. Das geht bishin zur Unterstellung sexueller \u00dcbergriffe. So sollen trans* weibliche Personen doch nur als Frauen verkleidete M\u00e4nner sein, um sich so Zugang zu Frauenr\u00e4umen und damit zu ihren Opfern zu verschaffen. Fakt ist aber, dass trans* weibliche Personen \u00fcberproportional oft Opfer von sexueller Gewalt durch cis M\u00e4nner sind, sexuelle Gewalt von trans* Menschen gegen cis Menschen aber praktisch nicht aktenkundig ist.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich stehen wir durch jahrelange Unterdr\u00fcckung und v\u00f6llig unzureichende wissenschaftliche Erforschung von Trans* jetzt vor einem Ph\u00e4nomen, dass wir so schnell nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Was wir aber recht sicher konstatieren k\u00f6nnen ist, dass eine Kernursache f\u00fcr die Probleme und auch das Leiden von trans* Menschen die cis Heteronormativit\u00e4t unserer Gesellschaft ist. Was wir auch recht sicher wissen ist, dass trans* Menschen, sobald sie &#8222;der Blitz&#8220; der Erkenntnis getroffen hat, nicht mehr aufzuhalten sind. Jedes Bremsen, Halten, &#8222;Vers\u00f6hnen mit dem Geburtsgeschlecht&#8220; etc. bringt nur unendliches Leid und Leiden.<\/p>\n<p>Das ist leider keine besonders wissenschaftlich fundierte Erkenntnis sondern eher eine aus meiner Erfahrung aus einigen Jahren trans* Beratung. F\u00fcr manche ist es ein langer Weg und Prozess bis dahin, andere trifft es wie besagter Blitz, die einen fr\u00fcher, andere sp\u00e4ter. Gemein ist jedoch allen, wie ich finde, sobald das eigene Ich einmal erkannt ist, wird jedes Hindernis auf dem Weg der Selbstwerdung zu einem Martyrium. Die allermeisten trans* Menschen mit psychischen Problemen die ich kenne, haben diese erst im Rahmen ihrer Transition entwickelt &#8211; oder kurz zuvor auf ihrem Weg zur Selbsterkenntnis. Entsprechendes zeigte auch eine Studie in Nordrhein Westfalen: die Suizidalit\u00e4t stieg vor und im Rahmen der Transition stark an.<\/p>\n<p>Ziehen wir ein Zwischenfazit. Wir wissen, dass es trans* Menschen schon immer gab und geben wird, solange es Menschen gibt. Wir wissen nur nicht wieviele es sind, da viele, aus guten Gr\u00fcnden, nicht sichtbar sind. Wir wissen ebenfalls, dass das Unterdr\u00fccken des trans* Seins zu schweren psychischen Problemen bishin zu Suizid f\u00fchrt. Und wir wissen, dass es kein &#8222;Heilmittel&#8220; gegen trans* gibt, nur eines, dass trans* Menschen sich selbst frei entfalten k\u00f6nnen m\u00fcssen, um keinen schweren Schaden zu nehmen. Genau das sollten wir als Gesellschaft doch f\u00fcr unsere Mitmenschen wollen, ein Umfeld zu schaffen, indem jede_r nach ihrer_seiner Verfasstheit und Selbstdefinition sich verwirklichen und offen leben kann? Fordert dies nicht auch schon das Deutsche Grundgesetz in Artikel 2 Absatz (1)?<\/p>\n<blockquote><p>(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung oder das Sittengesetz verst\u00f6\u00dft.<\/p><\/blockquote>\n<p>Also was bleibt uns in dieser Situation?<\/p>\n<p>Ich denke nichts anderes als bedingungslose Akzeptanz. Wir haben keinerlei stichhaltige Gr\u00fcnde f\u00fcr irgendetwas anderes. Trans* Menschen in ihrer Selbstverwirklichung und Selbstwerdung zu behindern ist, finde ich, ethisch nicht vertretbar. Es gibt keine objektivierbaren Kriterien f\u00fcr Dritte die Geschlechtsidentit\u00e4t eines Menschen zu bestimmen oder die Selbsteinsch\u00e4tzung einer Person zu \u00fcberpr\u00fcfen. Versuche scheitern regelm\u00e4\u00dfig und f\u00f6rdern nur die heteronormativen Vorurteile der Pr\u00fcfer_in zu Tage. Da werden Steine in den Weg gelegt, weil eine Person angeblich nicht m\u00e4nnlich oder weiblich genug auftritt. Ernsthaft?<\/p>\n<p>In Ermangelung objektiver Kriterien k\u00f6nnen wir nur eines tun, den trans* Menschen glauben, sie akzeptieren wie sie sind und sie auf ihrem Weg, so gut es geht, zu unterst\u00fctzen. Jede Infragestellung verbietet sich. Werden wir dabei Fehler machen? Nat\u00fcrlich! Wissensgewinnung war schon immer ein fehlerbehafteter Prozess. Manchmal hilft auch nur das Experiment, etwas wagen und probieren. Manchmal geht es gut, manchmal nicht, doch dann weiss man es wenigstens.<\/p>\n<p>&#8222;Aber die Kinder!&#8220; sagen die Mahner. Wenn es nur eine Phase ist, dann k\u00f6nnte man damit doch unumkehrbaren Schaden anrichten? Nein, kann man nicht. Das ist Schwarzmalerei. Ja, man kann nicht ausschlie\u00dfen, dass es vielleicht eine Phase sein k\u00f6nnte, wenngleich die Erfahrung zeigt, dass es das meist nicht ist. Doch viel wichtiger ist, dass bei trans* Kindern und Jugendlichen keine medizinischen Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt werden, die irreversibel w\u00e4ren &#8211; insbesondere keine Operationen. Hier wird also mit einem nicht belegten Horror Szenario argumentiert, eine Art Schock Argument, das eigentlich haltlos ist. Hat ein Ausleben und Experimentieren mit Geschlechterrollen langfristig negative Auswirkungen? Vermutlich nein, wir wissen es nur nicht, weil es in aller Regel nicht zugelassen wird. Wir wissen aber sehr wohl, dass das Unterdr\u00fccken Auswirkungen hat, n\u00e4mlich stark negative. Also kann man, so bin ich \u00fcberzeugt, auch hier nur sagen, Akzeptanz und Unterst\u00fctzung ist deutlich hilfreicher, als Unterdr\u00fcckung und Infragestellung oder gar Zwang.<\/p>\n<p>Bereits erw\u00e4hnter Milton Diamond hat in den 1990er Jahren einen sexualwissenschaftlichen Skandal aufgedeckt, den Fall des David Reimer: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/David_Reimer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/David_Reimer<\/a><br \/>\nKurz zusammengefasst: Ein Arzt, Dr. John Money, versuchte an einem 22 Monate alten Kleinkind eine, hier muss man wirklich diesen sonst eigentlich falschen Begriff verwenden, eine Geschlechtsumwandlung. Der Versuch scheiterte tragisch, mit gerade einmal 38 Jahren beging das Opfer Suizid. Der Fall von David Reimer zeigt eindringlich, dass Geschlechtsidentit\u00e4t eben gerade nicht plastisch ist, sie ist nicht ver\u00e4nderbar und jeder Mensch hat eine. Welche dies ist, wie sie ausgestaltet und gelebt werden muss, ist individuell unterschiedlich und diese individuelle Ausgestaltung muss auch bedingungslos von Dritten akzeptiert werden.<\/p>\n<p>Neben der pers\u00f6nlichen Trag\u00f6die von David Reimer hatte sein Fall noch weitreichendere Folgen. Trotz des eigentlich schon Jahre zuvor offenkundigen Scheiterns dieses abscheulichen Menschenversuchs propagierte Money erfolgreich dieses Experiment als Erfolg, dass Geschlecht ver\u00e4nderbar sei, formbar. In der Folge wurden seine Thesen unter anderem auch als Begr\u00fcndung und Beweis daf\u00fcr herangezogen, geschlechtszuweisende Behandlungen und Operationen an intersexuellen Kindern vorzunehmen. Operationen und Behandlungen, die nicht zum Erhalt des Lebens dienten, sondern lediglich dazu, diese Kinder dem gesellschaftlichen cis Heteronormativ gef\u00fcgiger zu machen. Diese Praxis wird heute gl\u00fccklicherweise zumeist abgelehnt, leider aber noch nicht g\u00e4nzlich und so kommt es noch immer zu solchen zuweisenden Operationen, oft auch auf Wunsch der Eltern, da diese von \u00c4rzt_innen mit Schreckenszenarien dazu gebdr\u00e4ngt werden &#8222;Denken Sie doch an ihr Kind! Wenn wir das jetzt nicht machen, wird es nie ein &#8217;normales&#8216; Leben haben!&#8220;. &#8222;Normal&#8220;, f\u00fcr wen? In 70er und 80er Jahren gab es, in der Tat, das ist kein Witz, ein &#8222;Gender&#8217;o&#8217;meter&#8220;, ein Me\u00dfger\u00e4t im Kreissaal, mit dessen Hilfe unter bestimmten Umst\u00e4nden das Geschlecht des Neugeborenen bestimmt werden sollte. Was war es? Ein Lineal! Damit wurde die L\u00e4nge des Penis gemessen &#8211; lang genug, Junge, zu kurz, M\u00e4dchen. Viele Intersexuelle Menschen leiden jahrelang an diesen traumatischen Behandlungen und der Zwangszuweisung. Viele wissen viele Jahre gar nicht, was mit ihnen eigentlich los ist, da den Eltern von \u00c4rzt_innen dringend geraten wurde, den Kindern nie zu erzaehlen, was da nach ihrer Geburt passierte &#8211; auch dies ist ein Teil von Moneys Theorien.<\/p>\n<p>Bis heute sind solche Zwangszuweisungen ohne medizinische Indikation in Deutschland noch immer legal. Eine Schande. Gesetzesinitiativen dagegen gab es mehrere, doch passiert ist bisher leider nichts. Und so finden noch immer bis zu 2.000 solche Operationen pro Jahr in Deutschland statt.<\/p>\n<p>Warum schreibe ich das alles? Meine Hoffnung ist, dass es eine Grundlage bereitet zu dem, was nun folgt und was ich selbst auch nur sehr schwer pr\u00e4gnant zu formulieren vermag. Es geht um die Darstellung von trans* in den Medien, um das Narrativ, der immer wiederkehrende roten Faden: &#8222;geboren im falschen Koerper&#8220;. Ich halte dieses Bild f\u00fcr falsch, denn es reproduziert lediglich das cis Heteronormativ &#8211; es gibt Mann und Frau und man ist entweder das eine oder das andere. Wir haben nur nie versucht in das Dazwischen zu schauen, diesen Raum zu \u00f6ffnen und ein Sein in diesem zuzulassen. Indem wir die klassischen Rollenbilder von Mann und Frau reproduzieren und auch deren Erf\u00fcllung erwarten, setzen wir trans* Menschen unter genau diesen Erwartungsdruck. &#8222;Ja fein, Du bist trans*, also bist Du jetzt eine Frau, schminkst Du Dich und tr\u00e4gst Highheels?&#8220;, &#8222;Freust Du Dich auf das Brustwachstum durch die Hormone?&#8220; &#8222;Wann ist denn _die_ OP?&#8220;.<\/p>\n<p>Was, wenn die trans* Frau sich nicht schminkt? Keine geschlechtsangleichende Operation will? Keine R\u00f6ckchen und Highheels tr\u00e4gt? Komischerweise wird von trans* Menschen fast schon eine \u00dcbererf\u00fcllung von Rollenklischees erwartet. Die Betrachtung von trans* Menschen wird reduziert auf \u00c4u\u00dferlichkeiten, insbesondere auf die K\u00f6rper von trans* Menschen. Trans* Menschen werden objektifiziert, es geht nicht um das Individuum, die Person und Pers\u00f6nlichkeit, sondern um das Befriedigen einer schier schaurigen Sensationslust. M\u00e4nnern schmerzt es schon bei dem blo\u00dfen Gedanken im Schritt. Es wird mehr danach gefragt, wie eine trans* Personen denn wohl nun die cis hetero Normen erf\u00fcllen kann, nicht wie es der Person damit erging oder geht. Stattdessen gibt es vorher-nachher Bilder: &#8222;Och, die geht ja doch ganz gut durch!&#8220;.<\/p>\n<p>Doch um dieses &#8222;Passing&#8220;, also das Durchgehen als Mann oder Frau, geht es eigentlich nicht. Passing ist ein Begriff und Konstrukt, dass in den USA zur Zeit der Rassentrennung gebildet wurde, &#8222;passing as white&#8220;. Passing bedeutete und bedeudetet dort teils noch heute, Privilegien zugesprochen zu bekommen anhand von \u00e4u\u00dferlichen Merkmalen, damals die Hautfarbe. Im Bezug auf Trans* bedeutet &#8222;Passing&#8220; Privilegien als &#8218;cis&#8216; anhand \u00e4u\u00dferlicher Merkmale zugesprochen zu bekommen. Im Umkehrschluss heisst dies aber, als trans* erkannt (gelesen, &#8222;clocked&#8220;) zu werden bedeutet, Rechte, M\u00f6glichkeiten und Privilegien zu verlieren. Und das ist genau das, was passiert und das eigentliche Problem ist.<\/p>\n<p>Trans* Menschen, vor allem trans* weibliche Menschen, sind \u00fcberproportional von Diskriminierung betroffen, verlieren zu \u00fcber 50% ihren Arbeitsplatz und finden danach in der Regel nur noch unterqualifizierte Stellen bei schlechterem Lohn\/Gehalt als zuvor und auch im Vergleich zu cis Kolleg_innen, viele bleiben dauerhaft arbeitslos. Trans* Menschen haben deutlich schwereren Zugang zu geschlechtlich getrennten R\u00e4umen, gerade zu Schutzr\u00e4umen, bspw. trans* Frauen in Frauenh\u00e4usern. Trans* Personen haben keinen oder stark erschwerten Zugang zu bestimmten Bereichen der Gesundheitsversorgung, z.B. gyn\u00e4kologische Vorsorgeuntersuchungen bei trans* m\u00e4nnlichen Personen oder Prostata Vorsorge bei trans* weiblichen Personen. \u00dcberhaupt haben trans* Personen \u00fcberproportinal oft Hemmungen das Gesundheitssystem in Anspruch zu nehmen, weil sie dort immer wieder geschlechtsspezifische Diskriminierung erfahren.<\/p>\n<p>Diese und viele weitere Probleme haben eine Ursache: ci Heteronormativit\u00e4t. Die Erwartung der Gesellschaft, alle Menschen in eindeutig Mann und Frau einteilen zu k\u00f6nnen und von diesen beiden auch bestimmte Eigenschaften erwarten zu k\u00f6nnen. Dieser gesellschaftliche Druck ist gewaltig!<\/p>\n<p>Ich denke wir m\u00fcssen uns daher fragen, wenn eine trans* Person bestimmte Angleichungen f\u00fcr sich in Anspruch nehmen m\u00f6chte, macht sie dies aus einem intrinsischen innerem Antrieb? Oder ist es vielleicht eher ein internalisiertes Bed\u00fcrfnis nach Passing? Wenn unsere Gesellschaft anders gestaltet w\u00e4re, w\u00fcrde dieses Bed\u00fcrfnis vielleicht nachlassen? Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass es das w\u00fcrde. Es gibt keinen Naturinstinkt nach Lippenstift oder Stehpinkeln. Dies sind gesellschaftliche Rollenbilder und Erwartungen, die wir nur immer wieder reproduzieren, internalisieren und leider zu wenig hinterfragen.<\/p>\n<p>Den Medien kommt hier eine bedeutende Rolle zu. Medien formen, heute viel st\u00e4rker als jemals zuvor, die Wahrnehmung unserer Umwelt. Medien pr\u00e4gen uns, uns alle, st\u00e4ndig und nachhaltig. Einige Auswirkungen davon, gerade f\u00fcr trans* Menschen, untersucht ein wirklich empfehlenswerter Dokumentarfilm auf Netflix:<br \/>\nDisclosure<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.disclosurethemovie.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.disclosurethemovie.com\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.netflix.com\/de\/title\/81284247\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.netflix.com\/de\/title\/81284247<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.imdb.com\/title\/tt8637504\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.imdb.com\/title\/tt8637504\/<\/a><br \/>\nWas macht es wohl mit einem trans* Menschen, wenn \u00fcber 30 Jahre lang, fast eine Generation lang, trans* Weiblichkeit in Filmen mit \u00dcbelkeit und Erbrechen gleichgesetzt wird? Oder mit psychopathischen Sexualverbrechern (Das Schweigen der L\u00e4mmer)?<\/p>\n<p>Daher denke ich, wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren \u00fcber trans* Menschen zu berichten, wie sie geschlechtliche Rollenklischees erf\u00fcllen oder wie sie ggf. ihre K\u00f6rper ver\u00e4ndern. Was trans* Menschen mit ihren K\u00f6rpern machen oder nicht, geht niemanden anderes etwas an, als sie selbst. Niemand w\u00fcrde \u00f6ffentlich cis Personen danach fragen, wie sie ihren Koerper ver\u00e4ndert haben. Wohl aber nimmt sich die Gesellschaft das Recht heraus, von trans* Personen Auskunft verlangen zu d\u00fcrfen. Dabei ist es doch gerade die Gesellschaft die, so meine ich, trans* Personen erst zu vielen solcher Angleichungen treibt, um durch ein m\u00f6glichst gutes Passing von der Gesellschaft cis Privilegien zur\u00fcck zu erhalten.<\/p>\n<p>Dies w\u00e4re mein Wunsch an die Medien. Wir m\u00fcssen weg vom Narrativ der Angleichung an cis Normative hin zu einer trans* Akzeptanz. Medien sollten kritisch hinterfragen, wie unsere Gesellschaft Rollenbilder formt und welchen Druck dies auf Menschen allgemein und trans* Menschen im Besonderen aus\u00fcbt. Medien sollten \u00fcber die Auswirkungen von nicht Akzeptanz kritisch berichten, nicht nur in Bezug auf trans*, denn auch andere Minderheiten sind ebenfalls betroffen. Medien k\u00f6nnten die Vielfalt hervorheben, statt klischeehafter Bilder. Es ist wie eine Art Teufelskreis, den irgendjemand einmal durchbrechen muss &#8211; Medien wirken auf trans* Personen, trans* Personen wirken auf Medien.<\/p>\n<p>Da w\u00e4re dann noch die Frage, kann das denn funktionieren? Das mit dem &#8222;falschen K\u00f6rper&#8220; ist so sch\u00f6n griffig, kann man das auch anders nahe bringen? Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Beispiele, wenngleich mir gerade eher fiktionale einfallen, z.B. &#8222;Her Story&#8220;:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herstoryshow.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.herstoryshow.com\/<\/a><br \/>\nFrei zu sehen auf YouTube:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCw2Mg0PoxZkAHAzDiabWr9A\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCw2Mg0PoxZkAHAzDiabWr9A<\/a><\/p>\n<p>Ein Schl\u00fcssel-Monolog ist darin f\u00fcr mich der Prolog zu Folge 4:<\/p>\n<blockquote><p>I had always thought myself firmly<br \/>\non the progressive side of every issue,<br \/>\nbut like too many in our community, I thought<br \/>\nmy tacit acceptance of the reality of trans people was sufficient.<br \/>\nI never questioned their total absence from my world.<br \/>\nI now see that our great disservice is not just<br \/>\nto those we\u2019ve excluded, but to ourselves,<br \/>\nfor our world is less rich without their stories,<br \/>\ntheir laughter, their voices.<br \/>\nIt\u2019s less that the world has changed for trans people<br \/>\nand simply that we are seeing them, as people,<br \/>\nas our brothers and sisters,<br \/>\nour parents and children,<br \/>\nour colleagues,<br \/>\neven our friends.<\/p><\/blockquote>\n<p>Trans* Menschen sind in dieser Gesellschaft in der Tat unsichtbar, sie werden nicht wahrgenommen und an den Stellen, wo sie mal in Erscheinung treten, geht es haupts\u00e4chlich nur darum, wie sie es schaffen, sich anzupassen, also wieder unsichtbar zu werden. Es geht also prim\u00e4r in der Tat darum, trans* Sein auf den Prozess der Transition zu reduzieren. Ausserhalb dessen finden trans* Menschen keine Beachtung, sind unsichtbar, obgleich diese Episode nur einen verschwindenden Teil in ihrem Leben ausmacht.<\/p>\n<p>Oder die gro\u00dfartige Serie &#8222;Sense 8&#8220; auf Netflix:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.netflix.com\/de\/title\/80025744\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.netflix.com\/de\/title\/80025744<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sense8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sense8<\/a><\/p>\n<p>Oder doch etwas dokumentarisch, eine tolle Story Wall der New York Times:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2015\/opinion\/transgender-today\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2015\/opinion\/transgender-today<\/a><\/p>\n<p>Trans* Menschen erz\u00e4hlen selbst, was sie von sich erz\u00e4hlen m\u00f6chten, nicht was cis Menschen von ihnen wissen wollen.<\/p>\n<p>Oder die Dokumenataion mit Laverne Cox, &#8222;The T Word&#8220;:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.imdb.com\/title\/tt4084240\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.imdb.com\/title\/tt4084240\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/The_T-Word_(film)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/The_T-Word_(film)<\/a><br \/>\nsowie vieles weitere, was Laverne und Jen Richards so produziert haben.<\/p>\n<p>Eine, wie ich finde, sehr gelungene Darstellung der v\u00f6llig desolaten Situation von trans* und homosexuellen Menschen im New York der 1980er Jahre zeigt die Serie &#8222;Pose&#8220; bei Netflix:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.netflix.com\/de\/title\/80241986\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.netflix.com\/de\/title\/80241986<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pose_(Fernsehserie)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pose_(Fernsehserie)<\/a><\/p>\n<p>Also ich denke schon, dass es geht. Es ist anders, als das alte Narrativ, das sich so bequem in das Heteronormativ einf\u00fcgen lie\u00df. Es ist unbequemer, denn darin sind nicht mehr die trans* Menschen die St\u00f6rer_innen einer vermeintlich naturgegebenen Ordnung, sondern es stellt sich heraus, dass trans* Menschen keine Revolution anzetteln wollen, keine Ordnung umst\u00fcrzen, sondern einfach nur ungest\u00f6rt ihr Leben leben wollen. Es ist unbequem, denn es dreht sozusagen T\u00e4ter und Opfer um. Nicht mehr die trans* Personen tun etwas gegen die Gesellschaft und bed\u00fcrfen der Absolution durch die Gesellschaft. Es ist vielmehr die Gesellschaft, die etwas gegen trans* Menschen hat und die damit den Spiegel vorgehalten bekommt. Das tut weh, sicherlich, doch es ist n\u00f6tig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass eines der gr\u00f6\u00dften Probleme f\u00fcr trans* Menschen nach wie vor die weitgehende Unwissenheit \u00fcber Trans* in der Bev\u00f6lkerung ist. Dies ist ein Problem f\u00fcr beide Seiten, f\u00fcr cis und f\u00fcr trans* Menschen gleicherma\u00dfen. Fuer cis Menschen ist es nach wie vor schwer vorstellbar, was einen Menschen dazu treiben kann, das bei Geburt zugewiesene Geschlecht anzuzweifeln&#8230; <a href=\"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/trans-sichtbarkeit-und-medien\/\">Read more &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[72,28,30,32],"class_list":["post-1657","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-trans","tag-medien","tag-sichtbarkeit","tag-trans","tag-visibility"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1657"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1657\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1667,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1657\/revisions\/1667"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}