{"id":482,"date":"2014-01-01T16:25:00","date_gmt":"2014-01-01T15:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nf.dpin.de\/emotionen\/"},"modified":"2014-01-01T16:25:00","modified_gmt":"2014-01-01T15:25:00","slug":"emotionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dpin.de\/nf\/emotionen\/","title":{"rendered":"Emotionen&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Vor nicht all zu langer Zeit, und ich glaube das begann, als ich begann endg\u00fcltig zu mir selbst zu stehen, entwickelte sich in mir sehr spontan eine Emotionalit\u00e4t, die ich so vorher nicht kannte &#8211; und &#8222;spontan entwickelt&#8220; heisst, innerhalb von Tagen! Das f\u00fchrt dazu, dass mich schon einfache Texte zu Tr\u00e4nen r\u00fchren k\u00f6nnen, Musik und Filme sind noch &#8222;schlimmer&#8220;. Doch schlimm ist es eigentlich gar nicht! Es ist wunderbar, befreiend. Ich glaube, dass wenn es dann wieder soweit ist und mich wieder etwas tief bewegt, dann hat der Ausl\u00f6ser auch einen klaren Hintergrund, der mich betrifft und etwas ganz direkt mit mir zu tun hat.<\/p>\n<p>Vorgestern war es wieder so weit, ich h\u00f6rte eher durch Zufall diese alten Song von<\/p>\n<blockquote><p>Bette Midler &#8222;The Rose&#8220;<\/p>\n<p>Some say love, it is a river<br \/>\nThat drowns the tender reed.<br \/>\nSome say love, it is a razor<br \/>\nThat leaves your soul to bleed.<br \/>\nSome say love, it is a hunger,<br \/>\nAn endless aching need.<br \/>\nI say love, it is a flower,<br \/>\nAnd you its only seed.<\/p>\n<p><b>It&#8217;s the heart afraid of breaking<br \/>\nThat never learns to dance.<br \/>\nIt&#8217;s the dream afraid of waking<br \/>\nThat never takes the chance.<br \/>\nIt&#8217;s the one who won&#8217;t be taken,<br \/>\nWho cannot seem to give,<br \/>\nAnd the soul afraid of dyin&#8216;<br \/>\nThat never learns to live.<\/b><\/p>\n<p>When the night has been too lonely<br \/>\nAnd the road has been too long,<br \/>\nAnd you think that love is only<br \/>\nFor the lucky and the strong,<br \/>\nJust remember in the winter<br \/>\nFar beneath the bitter snows<br \/>\nLies the seed that with the sun&#8217;s love<br \/>\nIn the spring becomes the rose.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der <b>markierte<\/b> Teil ist es, der mich gerade aus der Spur wirft und mich schon wieder, jetzt wo ich alleine diese Zeilen lese, derart anr\u00fchrt, dass ich schon wieder feuchte Augen bekomme und aufpassen muss, nicht gleich wieder zu heulen.<br \/>\n<b> <\/b><br \/>\nAber warum? Was steckt in diesen Zeilen, dass mich so bewegt?<\/p>\n<p>In diesem Text, so wie, wenn ich es recht \u00fcberlege, in allen anderen, die mich gerade so tief ber\u00fchren, geht es um nicht-gelebtes, verpasste Chancen, aus eigentlich falschen Gr\u00fcnden unterdr\u00fcckte Gef\u00fchle. Der Punkt an dem es mich dann immer erwischt sind die Stellen, an denen vor Augen gef\u00fchrt wird, dass es nicht die vorgeschobenen Gr\u00fcnden sind, die uns halten. Es sind wir selbst, wir selbst hindern uns durch selbst erschaffene Angst daran, zu entdecken und zu leben, was eigentlich in uns steckt:<\/p>\n<p><b>And the soul afraid of dyin&#8216;<br \/>\nThat never learns to live.<\/b><\/p>\n<p>Die Seele die nicht lebt und erst zu sp\u00e4t bemerkt, dass es irgendwann kein Morgen mehr geben wird, dass das wahre Leben aufgeschoben wurde, auf irgendwann:<\/p>\n<p><i>&#8222;Du willst noch leben, irgendwann,<\/i><br \/>\n<i>doch wenn nicht heute, wann denn dann?&#8220;<\/i><br \/>\n(Wolfsheim, Kein Weg zur\u00fcck)<\/p>\n<p>Ich habe 40 Jahre lang etwas vor mir her geschoben, mir etwas vorgemacht. Habe Erwartungen erf\u00fcllt, gedacht es wird schon richtig sein. Und Morgen, ja Morgen w\u00fcrde es besser werden. Morgen w\u00fcrde ich mich verwirklichen. Morgen lasse ich es zu. Morgen.<\/p>\n<p>So gehen Tag f\u00fcr Tag, Woche f\u00fcr Woche, Monat f\u00fcr Monat und Jahr um Jahr dahin:<\/p>\n<p><i>&#8222;Bist Du irgendwann begreifst, dass nicht jeder Abschied heisst, es gibt auch ein Wiedersehn.&#8220;<\/i><br \/>\n(Wolfsheim, Kein Weg zur\u00fcck)<\/p>\n<p>Zeit kommt nicht wieder. Vergangenes ist vergangen, verpasste Chance sind endg\u00fcltig verpasst.<\/p>\n<p>&#8222;<i>Irgendwann im Leben kommt der Punkt, an dem wir nicht mehr das bereuen, was wir getan haben, sondern das, was wir nicht getan haben.<\/i>&#8220;<br \/>\n(Oscar Wilde?)<\/p>\n<p>Oh ja, ich bereue jetzt, zu tiefst, dass ich nicht fr\u00fcher den Mut hatte, zu mir selbst zu stehen, mich zu bekennen und endlich meine ganz pers\u00f6nliche Art von Leben zu leben! Es ist mein Leben und davon habe ich nur ganz genau eines!<\/p>\n<p>Und dies ist es, glaube ich, was mich zum Weinen bringt &#8211; die vielen verlorenen Jahre. Aber dies ist auch mit Freude vermischt! Freude dar\u00fcber, dass dies endlich \u00fcberwunden ist!<\/p>\n<p>Meine Reise zu mir selbst hat gerade erst begonnen &#8211; und ich k\u00f6nnte dar\u00fcber vor Freude und Motivation, endlich mein Leben anzupacken, B\u00e4ume ausreissen und die Welt umarmen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor nicht all zu langer Zeit, und ich glaube das begann, als ich begann endg\u00fcltig zu mir selbst zu stehen, entwickelte sich in mir sehr spontan eine Emotionalit\u00e4t, die ich so vorher nicht kannte &#8211; und &#8222;spontan entwickelt&#8220; heisst, innerhalb von Tagen! 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